Auf den Spuren von Andreas Berger

Neun SKV-Mitglieder auf Jubiläumswanderung von der Hohen Rinne nach Petrila

Samstag, 23. Februar 2013

Der SKV-Vorsitzende Thomas Luczay (2.v.r.) informierte über die Wanderung, daneben Adrian David, Petre Scântei und Paul Philippi (v.l.). Foto: Holger Wermke

Hermannstadt - Auf Skiern starteten neun Mitglieder des Siebenbürgischen Karpatenvereins (SKV) am gestrigen Freitag von der Hohen Rinne/Păltiniş zu einer Wanderung nach Petrila im Schiltal. Am heutigen Samstag wollen sie ihr Ziel erreichen, nach ungefähr 60 Kilometern durch Zibins-, Lauterbach-, Şureanu- und Parânggebirge. Die Gruppe um den SKV-Präsidenten Thomas Luczay möchte mit dieser Wanderung an die erste dokumentierte SKV-Winderwanderung in den rumänischen Karpaten vor 120 Jahren erinnern. Initiiert hat die Wanderung Manfred Krawatzky von der Sektion Karpaten des Deutschen Alpenvereins, der die Beschreibung der Tour im SKV-Jahrbuch von 1894 fand.

Bevor es losging kam die Gruppe am Donnerstagabend im Spiegelsaal des Hermannstädter Forums zusammen. Begrüßt wurden sie vom Präsidenten der Hermannstädter Sektion des SKV, Marius Miclea und seinem Stellvertreter, Petre Scântei. Letzterer erinnerte in seinen Willkommensworten an Andreas Berger und seine drei Mitstreiter vom Infanterieregiment K.u.K. 31 Hermannstadt/Sibiu, die am 2. März 1893 zu ihrer Wanderung aufbrachen. Damals hatte nach seinen Angaben der Gebrauch von Skiern nach norwegischem Vorbild gerade Einzug gehalten in Siebenbürgen, wogleich schon im Jahr 1578 Alexander Gwann notierte, dass die Jäger in den Karpaten im Winter „von ihnen gefertigte Holzsohlen zur Fortbewegung nutzen“.

An der Jubiläumswanderung nehmen vier Mitglieder der SKV-Sektion Kronstadt/Braşov, zwei der Sektion Hermannstadt und drei Mitglieder des Deutschen Alpenvereins teil, informierte Thomas Luczay, der Vorsitzende des SKV. Unter den neun Wanderern seien drei Frauen. Luczay organisierte die Jubiläumswanderung. „Wir haben die ganze Tour auf zwei Etappen aufgeteilt, denn es ist doch ein schwieriger Weg“, sagte Luczay. Der erste Tag sei der anstrengendere, „weil wir da 15 Kilometer Aufstieg haben“.

Den Routenverlauf erläuterte Teilnehmer Adrian David, Leiter der Salvamont-Direktion des Kreises Hermannstadt und SKV-Mitglied. Zuerst geht es auf die Gipfel Cindrel und Frumoasă und dann hinunter in das Frumoasă-Tal – die Länge der Strecke des ersten Tages betrage etwa 25 Kilometer. Heute wollen die Wanderer den Kamm des Lauterbachgebirge/Munţii Lotrului in der Nähe des Gipfels Piatra Albă überqueren, um anschließend auf den Tărtărău-Sattel abzusteigen. In der Folge werden die Şureanu-Berge überquert um schließlich bei der Voivoda-Hütte nahe Petrila anzukommen.

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