Auflehnung gegen Ignoranz

Bürgermeister will Umgehungsstraße

Montag, 19. Januar 2015

Temeswar - Der Bürgermeister von Temeswar/ Timisoara, Nicolae Robu, (PNL) will ein Protestmeeting gegen die Regierung veranstalten, weil diese kein Geld für die Fertigstellung der Umgehungsstraße von Temeswar zur Verfügung stellt. Robu sagt, dass er bei dem öffentlichen Protest mit etwa 20.000 Teilnehmern rechnet. Der Bürgermeister zeigte sich auf einer Pressekonferenz der Temescher Liberalen unzufrieden mit der Tatsache, dass die Regierung den Bau der Umgehungsstraße von Temeswar nicht finanzieren will. Bei solchem Gebaren könnten die Bewohner der Stadt nicht tatenlos zusehen, so Robu. „Wir können nicht untätig bleiben und bloß Papiere zur Regierung versenden und deren Vorgehensweise kritisieren. Ich glaube, wir müssen unsere Unzufriedenheit durch eine Protestkundgebung beweisen, was einige Großprojekte in Temeswar angeht“. Niemand habe das Recht, Temeswar in so erheblichem Maße zu ignorieren, so weiter der Bürgermeister, gleichzeitig auch Vorsitzender der PNL auf Kreisebene. „Die Stadt braucht diese Umgehungsstraße und sie muss auch mit Serbien über eine Autobahn verbunden werden“. Die Stadt könne diese Projekte nicht übernehmen und aus Eigenleistung finanzieren, da die Kommunalverwaltung ohnehin viele Aufgaben übernommen habe, die aus dem eigenen Haushalt finanziert werden, argumentiert Robu.

Das geplante Protestmeeting soll in einigen Wochen stattfinden, wenn das Wetter entsprechend ist. „Im Grunde wünsche ich mir diesen Protestmarsch nicht“, doch wenn die Regierung die Temeswarer Umgehungsstraße nicht auf ihre Prioritätenliste setzt, sieht sich der Bürgermeister gezwungen, auf die Straße zu gehen. „Es tut mir leid, solche Sachen sagen zu müssen. Wir befinden uns nicht im Wahlkampf. Wir hätten einen solchen Protestmarsch im Wahlkampf veranstalten können. Nun habe ich jedoch keine Zurückhaltung, die Temeswarer zum Meeting aufzurufen.“ Der Protestmarsch müsse nicht als Druckmittel gesehen werden, sondern als ein zusätzliches Argument. „Wenn nun 20.000 Temeswarer sich für diese Umgehungsstraße aussprechen, sind alle anderen Gegenargumente sinnlos. Es wäre eine Enttäuschung, wenn weniger als 20.000 Bürger dabei wären“, so Robu. Der Bürgermeister sagte auch, dass er in den kommenden Tagen über die Umgehungsstraße der Stadt mit den Verantwortlichen aus der Regierung sprechen werde, weil er dieses Problem auf versöhnlicher Weise lösen möchte. Temeswar hat momentan etwa zwölf Kilometer Umgehungsstraße die im Nord-Osten der Stadt die Arader Straße mit der Lugoscher Straße verbindet. Für den Teil, der die Lugoscher Straße mit der Schager Straße verbinden soll, wurde ein Entwurf erstellt, doch zum Bau ist momentan kein Geld vorgesehen. Der Abschnitt ist 35 Kilometer lang und setzt Baukosten in Höhe von etwa 45 Millionen Euro voraus.

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