Aufräumen im Fliedergang

Evangelische Akademie Siebenbürgen organisiert serbisch-rumänisches Workcamp

Mittwoch, 01. August 2012

Die Jugendlichen räumten am ersten Tag den Hof der evangelischen Kirche in Neppendorf auf. Foto: Holger Wermke

Hermannstadt - Die deutschen Minderheiten in Serbien und Rumänien stehen im Mittelpunkt eines siebentägigen Arbeitseinsatzes für Jugendliche, den die Evangelische Akademie Siebenbürgen (EAS) in dieser Woche durchführt. Es werde natürlich gearbeitet, aber wichtig sei besonders das gegenseitige Kennenlernen, meinte Senta Seidner, die Organisatorin des Projektes. Beide Seiten hätten bislang nichts von der deutschen Minderheit im anderen Land gewusst.

Nachdem sich die 28 Teilnehmer am Sonntag kennen lernen konnten, ging es am Montag in den Pfarrhof der evangelischen Kirche in Neppendorf/Turnişor. Hier konnten sich die 20 rumänischen und acht serbischen Teilnehmer beim Lichten der Fliederallee warmarbeiten. In den kommenden Vormittagen stehen weitere Arbeitseinsätze auf dem Neppendorfer Friedhof und im „Guten Haus“ an, informiert Seidner, außerdem sollen zwei Blumenbeete im Akademiehof angelegt werden. Am kommenden Samstag fährt die Gruppe nach Holzmengen/Hosman, wo der Pfarrhof von umgestürzten Bäumen und abgebrochenen Ästen – Überbleibsel des kürzlichen Sturms – befreit werden soll.

Nachmittags stehen Ausflüge und Besichtigungen auf dem Programm – mit einem Fokus auf der sächsischen Kultur. Besucht werden Kirchenburgen wie Birthälm/Biertan und Heltau/Cisnădie, die Städte Hermannstadt/Sibiu, Mediasch und Schäßburg/Sighişoara sowie das Sozialprojekt in Probstdorf/Stejărişu. Geplant ist auch ein Treffen mit den Damen des Neppendorfer Handarbeitskreises.

Die Umgangssprache des Camps ist Deutsch, wie Organisatorin Senta Seidner betont. „Bei unserer Gruppe aus Rumänien sind sieben deutsche Kinder dabei“, sagt Seidner. Ansonsten kommen die Teilnehmer von deutschen Schulen bzw. sprechen sehr gut Deutsch, wie im Falle der serbischen Schüler. Vesna Stanić, Deutschlehrerin aus Novi Sad, sagte, „ihre“ Schüler kämen aus Dörfern im Umkreis von Novi Sad, Kikinda und Subotica in der Voivodeni. Für die meisten sei es der erste Besuch in Rumänien.

Die Teilnahme der serbischen Schüler wurde über den Deutschen Humanitären Verein „St. Gerhard“ organisiert. Das Workcamp wird von der Hanns-Seidel-Stiftung finanziert.

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