Aufs standhafte Leugnen verlegt

Ghiorghioni behauptet vor Gericht, mit seinem Unfall nichts zu tun zu haben

Montag, 17. August 2015

Reschitza – Bei der jüngsten Gerichtsverhandlung vor dem Kreisgericht in Reschitza/Reşiţa, bei dem der vom Ex-Vize des Kreisrats Karasch-Severin, Ionesie Ghiorghioni, verursachte und anschließend in der Hergangsprotokollierung gefälschte Unfall bei Bucova zur Verhandlung steht, leugnet der Beklagte weiterhin: Nicht er sei am Steuer des Dacia-Duster des Kreisrats gesessen, als mitten in der Nacht des 18. November 2015 der Unfall mit dem Duster gebaut wurde, sondern Daniel Savoni, ein Jagdaufseher, den er eigens gebeten hatte, das Fahrzeug zu lenken und ihn nach Hause zu bringen, weil er selber Alkohol getrunken hatte. In Wirklichkeit hatte Ghiorghioni tatsächlich den ihm unterstellten Jagdaufseher Savoni in die Kneipe bestellt – wo ihn alle Zecher sehen konnten, also ausreichend Zeugen waren – und dieser war von der Kneipe am Steuer des Duster abgefahren, aber ein paar hundert Meter weiter hat ihn Ghiorghioni nach Hause geschickt und sich selber ans Lenkrad gesetzt, worauf er den Unfall baute, indem er mitten auf der DN 68 an verbotener Stelle und unter Alkoholeinfluss das Fahrzeug wenden wollte und einen regelkonform verkehrenden Opel rammte.

Das gesamte nachmalige Vorgehen Ghiorghionis beim Türken des Unfallhergangs ist von den Staatsanwälten anhand seiner Telefonate rekonstruiert worden, weil der Kreisratsvize in der Causa der Beeinflussung von Bürgermeistern zugunsten des Präsidentschaftskandidaten Klaus Johannis bereits abgehört wurde – dies der Gegenstand des zweiten Prozesses, in dem Ghiorghioni, diesmal zusammen mit seinem ehemaligen Chef, Sorin Frunzăverde, sich verantworten muss. Aus den Protokollen geht zweifelsfrei hervor, dass Ghiorghioni seine Unschuld konstruiert und telefonisch die entsprechenden Leute mobilisiert hat, denen er sogar vorsagte, was sie den Verkehrspolizisten zu Protokoll geben sollen, nachdem er Daniel Savoni überzeugt hatte, die Schuld am Unfall auf sich zu nehmen, weil er ihn anschließend „schon irgendwie herausschlagen“ werde. Was bis zu einem gewissen Augenblick auch gelungen war – bis nämlich die Staatsanwälte mit den Aufzeichnungen von Ghiorghionis Telefongesprächen herausrückten, die in den Stunden nach dem Unfall aufgezeichnet wurden. Vor Gericht leugnet Ghiorghioni allerdings nach wie vor bis zur Lächerlichkeit das Offensichtliche und versucht, sich mit dem von ihm mittels Falschaussagen Konstruierten zu retten. Er geht im Grunde genauso vor, wie die kommunistischen Staatsanwälte es bis 1989 jedem ihrer Freunde und guten Bekannten geraten haben: „Nie und unter keinen Umständen etwas zugeben, und wenn die Tatsachen auch noch so offensichtlich und eindeutig gegen dich sprechen!“

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