Aufschwung der alten Weinbautradition

Das sathmar-schwäbische Dorf Bildegg wurde am Wochenende zum Sitz von Bacchus

Donnerstag, 21. August 2014

Das Festival in Bildegg fand heuer zum zweiten Mal statt.

Hinter den Häusern verbergen sich einige der bekannten Bildegger Weinkeller, die in den Hügel gegraben wurden.

Beim Wein- und Traubenfestival wurde auch für das leibliche Wohl gesorgt.

Nachbil zählt zu den Bildegger Weingütern, die am Festival teilgenommen haben.

Ein geschäftiges Treiben herrscht unter den mit Weinranken und weißen Trauben, Schilf und alten Fässern gezierten Ständen auf dem Messeplatz am ersten Tag des Festivals. Weinbauer aus Bildegg/Beltiug (Kreis Sathmar) lächeln den Interessenten freundlich an. Den Letzteren funkeln die Augen, als sie den Traubensaft erblicken. Brav stehen sie Schlange, denn das Angebot ist großzügig: Zum Verkauf stehen verschiedene Weinsorten, darunter Riesling, Chardonnay, Sauvignon oder Merlot. Gegenüber den Weinständen brutzeln Würstchen und Steaks auf Rosten, der aromatische Rauch lädt jeden Passanten zum Imbiss ein. Unter grünen Zeltplanen oder einfach unter dem freien Himmel ruhen Besucher auf Bänken mit einem Weinglas in der Hand und genießen die Musik. In der Ferne sieht man die Hügel, wo ein paar der bekannten Weinkeller in die Erde gegraben wurden. Sie sind ein Beweis des Weinbaus, der hier eine lange Tradition vor der Kommunismus-Periode hatte. In Bildegg gibt es noch heute mehr als 350 solcher Keller, die bis zu 60 Meter lang sind.

Am Wochenende wurde in Bildegg Qualitätswein getrunken und gut gegessen: Überfallen wurde das Sathmarer Weingebiet von zahlreich herbeiströmenden Weinfreunden und  -genießern. Der Grund war der Bildegger Rebensaft, der bei der zweiten Auflage des Wein-und Traubenfestivals zwei Tage lang gefeiert wurde. Des Weiteren sorgten die Organisatoren für ein breit gefächertes Programm, das für ein multiethnisches Publikum geeignet war. Das Fest zog zahllose Interessenten aus dem ganzen Kreis Sathmar und aus der Umgebung an. Anwesend waren viele Gäste aus dem Ausland – aus Deutschland, Polen und Ungarn. So wie voriges Jahr wurde das Weinfestival im festlichen Rahmen mit dem Umzug von Majoretten und der Blaskapelle eröffnet. Vor dem kulturellen Programm wurden die Weine von Pfarrern gesegnet. Zu den Höhenpunkten der Veranstaltung zählten die Darbietungen der Bildegger Blaskapelle, der Tanzgruppen des Deutschen Forums Sathmar und weiterer Ensembles. Die Bühne betreten haben auch rumänische und ungarische Sänger und Bands. Die Krönung des ersten Tages war das prächtige Feuerwerk um Mitternacht. All das im Namen des Bildegger Weins – um das Weinbaugebiet Bildegg und die Produkte, die hier hergestellt werden, bekannter zu machen.

Das Festival wurde vom Gemeinderat Bildegg, dem Kreisrat Sathmar und dem St. Orban Verein der Weinbauer Bildegg ausgerichtet. Das Ziel der Veranstaltung ist es, anderen Weinbaugebieten in Sathmar neue Impulse zu geben und das touristische Potenzial der Gegend zu nutzen.

Kommentare zu diesem Artikel

Rolf Joachim, 21.08 2014, 19:09
Kompliment!
Das ist der richtige Weg.
Der Erfolg gibt ihnen Recht.

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