Aus Kuhställen ein Salzbergwerk

Rathaus Orawitza will größtes künstliches Salzbergwerk schaffen

Mittwoch, 05. November 2014

Orawitza – 400.000 Lei aus ihrem Haushalt will die Stadt Orawitza/Oraviţa aufbringen, um aus den ehemaligen Viehställen der Stadt an der Nationalstraße DN 57 Orawitza-Grădinari-Temeswar, vor Greoni, das größte künstliche Salzbergwerk Rumäniens zu Therapie- und Wellnesszwecken einzurichten. Bürgermeister Dumitru Ursu nennt das „Erweiterung der touristischen Dimension der Stadt”.
„Das künstliche Salzbergwerk wird eine Nutzfläche von 800 Quadratmeter haben und sowohl Entspannungsräume als auch Fitnessstudios umfassen. Als Neuerung werden wir aber auch einen Klassenraum hier einrichten. Hier bieten wir allen interessierten Schulklassen gratis Kuren von bis zu fünf Tagen an. Die Grundschulklassen der Stadt werden hier, reihum, ihren normalen Schulunterricht abhalten, denn die Ärzteschaft hat mir versichert, dass längere Aufenthalte in Salzbergwerken sowohl für gesunde als auch für Kinder mit Atembeschwerden äußerst gesund sind. Das wollen wir jedem Grundschulschüler für fünf Tage im Laufe eines Schuljahrs bieten.”
Angesichts der Tatsache, dass viele Leute es sich nicht leisten können, nach Thorenburg/Turda, Praid oder Târgu-Ocna zu einer Kur im unterirdischen Salzstock zu fahren, findet der Bürgermeister, dass die Alternative, welche die Stadt bietet, sowohl den Bedürftigen, als auch eventuellen Besuchern der Stadt mit diesem zusätzlichen Angebot entgegenkommt, zumal das künftige künstliche Salzbergwerk sich in der Nähe des städtischen Freiluft-Thermalstrands befindet, das sommersüber tausende Besucher anzieht.

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