Ausschreibungen für neue Flugrouten

Hermannstädter Flughafen umwirbt Fluggesellschaften mit reduzierten Gebühren

Donnerstag, 11. Juli 2013

Der Kreisrat bemüht sich um mehr Verkehr auf dem Hermannstädter Flughafen. Foto: Aeroport Internaţional Sibiu

Hermannstadt - Die Leitung des Hermannstädter Flughafens versucht derzeit über eine Reihe von Ausschreibungen, Fluggesellschaften für neue Routen ab Hermannstadt/Sibiu zu gewinnen. Bis zum Augenblick signalisierte laut Kreisrat die ungarische Gesellschaft Wizz Air Interesse an einer Verbindung nach London. Den Fluggesellschaften können staatliche Unterstützung von bis zu 40 Prozent der für die Einrichtung der Verbindungen anfallenden Kosten erstattet werden.

Die vom Hermannstädter Kreisrat im vergangenen Jahr beschlossene drastische Reduzierung der Flughafengebühren wurde von der Europäischen Kommission genehmigt. Nun folgt der nächste und vermutlich schwierigere Teil der Marketingbemühungen. Fluggesellschaften aus dem In- und Ausland müssen von der Wirtschaftlichkeit neuer Verbindungen überzeugt werden. Auf der Basis eigener Marktuntersuchungen hat die Flughafenleitung verschiedene, bisher nicht angebotene Routen ausgewählt, für die per europaweiter Ausschreibung Fluggesellschaften gesucht werden. Den Gesellschaften winkt die Gewährung der angesprochenen Reduzierungen, allerdings nur für Verträge mit einer Laufzeit von mindestens fünf Jahren.

Die erste Ausschreibung für die Strecke Hermannstadt – London-Luton wurde am 3. Juni veröffentlicht. Drei Fluggesellschaften forderten die Ausschreibungsunterlagen an. Ein einziges Unternehmen gab schließlich ein Angebot ab. Die Kreisratsführung hofft, dass diese Gesellschaft – falls es zu einer Vertragsunterzeichnung kommt – die Route ab dem Winterflugplan anbietet. Keine Angebote wurden für die angebotenen Strecken Madrid und Barcelona abgegeben. Hierfür soll es in naher Zukunft einen weiteren Anlauf geben. In dieser Woche startete der Flughafen zwei weitere Ausschreibungen. Gesucht werden Fluggesellschaften für die Ziele Mailand, Venedig und Rom sowie Paris und Dortmund.

Zur Erinnerung: Mitte 2012 beschloss der Kreisrat die Senkung der Passagiergebühren von 5,40 Euro pro Passagier auf 3,80 Euro sowie der Sicherheitsgebühr von 2,40 Euro auf 1 Euro pro Passagier vor. Zusätzlich erhält die Flughafenleitung das Recht, neuen Fluggesellschaften eine Halbierung der Gebühren zu gewähren. Dieselbe Reduzierung können auch die gegenwärtig aktiven Unternehmen erhalten, wenn sie neue Verbindungen anbieten. Außerdem stellt der Kreisrat in den nächsten fünf Jahren insgesamt 13 Millionen Lei für Marketingzuschüsse an Flughafengesellschaften zur Verfügung.

Kommentare zu diesem Artikel

sraffa, 11.07 2013, 18:21
" ..Den Fluggesellschaften können staatliche Unterstützung von bis zu 40 Prozent der für die Einrichtung der Verbindungen anfallenden Kosten erstattet werden. ... "

Das ist ja wie eine Einladung zum Abrechnungsbetrug; das sollte der Rumänische Staat nicht leisten.

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