Außenhandelsdefizit um 42 Prozent niedriger

Exporte stiegen um 8,8 Prozent, Importe sanken um 0,7 Prozent

Mittwoch, 13. November 2013

Im September war das Handelsdefizit Rumäniens mit 413 Millionen Euro etwa halb so groß wie im September 2012.
Symbolfoto: sxc.hu

Bukarest (ADZ) - In den ersten drei Quartalen 2013 belief sich das Defizit im Außenhandel Rumäniens (fob/cif) auf geschätzte 4,157 Milliarden Euro und war damit um rund 42 Prozent (3,061 Milliarden Euro) niedriger als in derselben Zeitspanne 2012. In der Landeswährung berechnet verringerte sich der Fehlbetrag um 13,721 Milliarden Lei auf 18,338 Milliarden Lei, teilte das Nationale Institut für Statistik (INS) mit. Im Zeitraum Januar bis einschließlich September 2013 stiegen die Exporte (fob) um 8,8 Prozent auf 36,479 Milliarden Euro (in Lei berechnet waren es plus 8,4 Prozent auf 160,888 Milliarden Lei).

Die Importe (cif) hingegen sanken im Vergleich zu derselben Zeitspanne des Vorjahres um 0,7 Prozent auf 40,637 Milliarden Euro  (in Lei berechnet minus 0,3 Prozent auf 179,226 Milliarden Lei). Die Unterschiede in der Lei- und Euro-Berechnung sind auf Wechselkursschwankungen zurückzuführen. Knapp drei Viertel seines Außenhandels wickelte Rumänien mit den anderen EU-Länder ab (69,8 Prozent der Exporte waren für den EU-Markt bestimmt und 76,1 Prozent der rumänischen Einfuhren kamen aus der EU). Im September exportierte Rumänien nach Angaben des Statistikamtes Waren im Wert von 4,455 Milliarden Euro und importierte im Wert von 4,868 Milliarden Euro. Das September-Handelsdefizit belief sich auf 413,0 Millionen Euro und war damit um 423,7 Millionen Euro niedriger als im September vergangenen Jahres.

Kommentare zu diesem Artikel

Hanns, 13.11 2013, 18:44
@Sraffa - ich bin mir ziemlich sicher, dass nicht einmal Isarescu versteht was da abläuft! Wie soll jemand, der ein kommunistisches Wirtschaftsstudium absolviert hat, die Zusammenhänge in einer freien Marktwirtschaft verstehen? Das ist ja das größte Problem in Rumänien, dass auch nach der Wende die alten Strukturen (inklusive deren Player) nahtlos fortgesetzt wurden.
Sraffa, 13.11 2013, 16:11
Ich bezweifele stark daß auch nur ein Politiker des Landes -mit Ausnahme von Isarescu- die Zusammenhänge begreift. Dieses Land taumelt wirtschaftspolitisch seit Jahrzehnten dahin und ist Spielball der Langfinger innerhalb der "Elite" und ihrer ausländischen Helfershelfer. So nimmt niemand in der EU dieses Staatenwesen ernst.
Ottmar, 13.11 2013, 14:19
Aus diesen Zahlen kann man hervorragend schliessen, dass seit der Regierung Ponta, das Einkommen der Rumänen gewaltig gesunken ist. Bravo da kann man dem Plagiator nur gratulieren. Er verbessert das Leistungsbilanzdefizit des Landes durch eine Verarmung seiner Bevölkerung. Das ist klassische kommunistische Wirtschaftspolitik a la Nastase.

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