Ausspähung: „Black Cube“ will autorisiert gehandelt haben

Berufungsgericht verkürzt U-Haft der Israelis

Donnerstag, 14. April 2016

Bukarest (ADZ) - Die Anfang April in Bukarest wegen versuchter Ausspähung und Einschüchterung von DNA-Chefin Laura Kövesi und ihrer Familie festgenommenen Mitarbeiter der israelischen Intelligence-Firma „Black Cube“ bleiben in Untersuchungshaft, dürfen sich allerdings über eine leicht verkürzte Haftzeit freuen: Eine Instanz des Berufungsgerichts Bukarest gab am Dienstag dem Einspruch der beiden Israelis nach und verkürzte die gegen sie verhängte verfahrenssichernde Ermittlungsmaßnahme von 30 auf 20 Tage. Das Urteil ist rechtskräftig, die in der Ausspähungsaffäre ermittelnde Antimafiastaatsanwaltschaft DIICOT hat folglich noch zehn Tage Zeit, um sich sämtliches benötigte Beweismaterial zu sichern. 

Beim Berufungsgericht Bukarest wurden am Dienstag auch die Mütter der beiden Inhaftierten, Ron Weiner und David Gelcowicz, vorstellig – gegenüber der rumänischen Presse beteuerten die Frauen, dass ihre Kinder bisher nie in Rechtswidrigkeiten verstrickt gewesen seien. Die höchsten Wellen in den heimischen Medien schlugen allerdings die jüngsten Angaben der Sicherheitsfirma „Black Cube“, die gegenüber dem israelischen Online-Blatt „Times of Israel“ behauptete, ihre Mitarbeiter hätten in Rumänien nicht nur „in völligem Einklang mit der Gesetzgebung“, sondern sogar „mit Genehmigung und Zustimmung von allerhöchster Ebene“ gehandelt.

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