Auswärtssieg beim Start in die WM-Qualifikation

Torje und Marica schießen die ersten drei Punkte ein

Montag, 10. September 2012

Mit einer gehörigen Portion Zurückhaltung hatten die Rumänen die Reise in die Hauptstadt Estlands angetreten, denn all zu schwach hatte sich zuletzt die Fußballauswahl Rumäniens gezeigt. Noch bevor der erste Ball rollte, wollten viele wissen, dass in einer Gruppe mit den Niederlanden, der Türkei und Ungarn die Qualifikation zu einem Fußballgipfel scheitern wird. So stark hatte sich Pessimismus im Karpatenland eingeschlichen. Auswahlcoach Victor Piţurcă musste jedoch Optimismus verbreiten und hatte einen Sieg im ersten Qualifikationsspiel zur Fußball-WM 2014 fest eingeplant.

So ziemlich das Beste, was der rumänische Fußball derzeit zu bieten hat, lief dann auch auf: Es war kein hochkarätiges Spiel, in der ersten Halbzeit kann es gar als „zerfahren“ eingestuft werden, in dem Schüsse in Richtung gegnerisches Tor zu den nennenswertesten Ereignissen zählen. Gegen einen Spielpartner, der zu den „Kleinen“ im Fußball zählt, schaffte die rumänische Elf letztendlich einen 2:0-Sieg in Tallinn, ohne dabei Herausragendes zu bieten. Mit einer Doppelsechs vor der Abwehr riegelten die Rumänen hinten gut ab, und der einzig gefährliche Mann im gegnerischen Team, Oper, konnte wenig ausrichten.

Die Tore erzielten die im Ausland unter Vertrag stehenden Gabriel Torje und Ciprian Marica – auch mit Hilfe einer schwachen Vorstellung der Hintermannschaft aus Estland. Marica und Torje waren dann auch die besten auf dem Platz, in ihren Vereinen im Ausland sind sie bestenfalls Edelreservisten.

Der „Abräumer“ Dimitrijev in der Elf des Gastgebers und die Schussungenauigkeit der Rumänen hielten das Resultat beim 2:0. Eine besondere taktische Marschroute war auch in den Schlussminuten nicht mehr notwendig: Beim Wechsel Marius Niculae für Marica wurde fünf Minuten vor Schluss Stürmer mit Stürmer ersetzt, und als Goian in der Nachspielzeit Platz für Găman machte, wollte Piţurcă nicht Zeit gewinnen, sondern er holte seinen verletzten Kicker vom Platz. Am Dienstag trifft Rumänien in keiner zweiten Qualifikationsbegegnung, in Bukarest, auf die Vertretung Andorras. Zumindest eine Umstellung wird es dann geben – Goian ist bestimmt nicht dabei, aber gegen den Fußballzwerg müsste es auch so zu einem eindeutigen Sieg reichen.

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