Autobahnbau dauerte doppelt so lange wie geplant

Streckenabschnitt Nadlak – Arad kurz vor Fertigstellung

Donnerstag, 04. Juni 2015

Arad - Grundsätzlich sind zehn Kilometer Autobahn keine weltbewegende Sache, doch wenn sie einen gesamten Streckenabschnitt beeinflussen, dann zählen sie ganz besonders. So stehen zehn Kilometer Autobahn im Verwaltungskreis Arad kurz vor der Freigabe für den Verkehr. Konkret geht es um die Teilstrecke zwischen der Kleinstadt Petschka und der Kreishauptstadt Arad. Grundsätzlich gehören 16 Kilometer zu diesem Abschnitt, doch sechs davon wurden bereits für den Verkehr frei gegeben, da so die Anbindung an die Nationalstraße DN 7 gewährleistet werden konnte. Wann die gesamte Strecke zwischen der Grenzortschaft Nadlak und Arad befahrbar wird, konnte Mediafax gegenüber auch der Projektdirektor des Autobahnabschnittes, Adrian Adler, nicht genau sagen. Jedenfalls: In maximalen drei Wochen werden die Arbeiten abgeschlossen, was dann letztendlich auch termingerecht sei, so Adler. Ebenfalls im Monat Juni sollen auch die Straßenbauarbeiten am Grenzübergang bei Nadlak abgeschlossen werden.

Die Rumänische Behörde für Autobahnen und Nationalstraßen CNADNR habe keinen genauen Termin festgelegt, wann die Eröffnung des letzten Abschnittes auf der Strecke zwischen der rumänisch-ungarischen Grenze bei Nadlak und Arad befahrbar wird, so Projektleiter Adler. Dies dürfte auch davon abhängen, wann in Ungarn die Anbindung an die dortige Autobahn möglich ist. Adler geht davon aus, dass jedoch im Monat Juli die 39 Kilometer Autobahn zwischen der Grenze und Arad befahrbar sind. Grund zu dieser Annahme ist, dass der Autobahnbau auch in Ungarn bis in Grenznähe in einem fortgeschrittenen Stadium ist. Angeblich ist der Asphalt bereits gegossen.

Wenn bei diesem Autobahnprojekt von Fertigstellung die Rede ist, sind die derzeitigen Angaben eigentlich neu angesetzte Termine, denn die 39 Kilometer zwischen Nadlak und Arad sollten bereits im Jahr 2013 fertiggestellt sein. Die Arbeiten wurden im Oktober 2011 begonnen und sollten nach damaligen Vorstellungen eineinhalb Jahre lang dauern. Vertragskündigungen wegen verzögerter Arbeiten und Insolvenzen der Baufirmen haben dazu geführt, dass die anfänglichen Termine längst keine Gültigkeit mehr haben.

Kommentare zu diesem Artikel

Tourist, 05.06 2015, 19:16
hier waren einmal die Österreicher die Bösen, denn die Alpine-Baufirma die diesen Abschnitt bauen sollte, ist mit Bomben und Karacho pleite gegangen (nicht nur wegen dem Rumänienengagement, überhaupt). Der ganze Abschnitt stand still und musste neu ausgeschrieben werden.

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