Autobahngebühr für Comarnic - Kronstadt steht schon fest

Doch wann werden wir auf dieser Autobahn verkehren?

Freitag, 11. April 2014

Kaum ein Tag, an dem die Autobahn die die Karpaten von Comarnic nach Kronstadt überqueren soll, nicht in den einheimischen Medien erwähnt wird. Die Termine bezüglich Baubeginn werden immer wieder aufgeschoben. Nun scheint es so, dass diese nicht mehr bis 2016, sondern bis 2017 fertiggestellt werden soll.  Bekanntlich ist der Abschnitt von  Bukarest bis Ploieşti fertiggestellt, doch gibt es auch da noch viele ungelöste Probleme. Erstens wird die Autobahnstrecke weniger als die Nationalstraße DN 1 beansprucht, da sie jenseits des internationalen Flughafens Henri Coandă von Otopeni in die Umgehungsstraße von Bukarest mündet. Somit bleibt weiterhin die Nationalstraße DN1, die von Bukarest bis Kronstadt durch das Prahova-Tal führt, die wichtigste Verbindung aber auch, an Wochenenden, eine wahre Geduldsprobe für die Autofahrer.

Doch zurück zum Abschnitt der von Comarnic bis Kronstadt führen wird und der auch den Abschluss der Bauarbeiten an der Autobahn bedeutet. Dieser wird insgesamt 60 Kiloemter messen. Davon sind 53,215 Kilometer Autobahn, die restlichen sieben Kilometer  umfassen die drei Aus-  und Zufahrten bei Sinaia-Bu{teni, Predeal und Rosenau/Râşnov. Das Projekt der Autobahn in diesem Abschnitt sieht drei Tunnel (etwa 20 km), 19 Viadukte von insgesamt 2,964 km und 15 Brücken vor. Die vorgesehenen Kosten betragen 1,8 Milliarden Euro, was rund 28 Millionen Euro pro Kilometer bedeutet. Mitte Januar l.J. unterzeichnete Premierminister Victor Ponta  ein Vertrauensmemorandum mit  dem Unternehmerverein Vinci – Strabag – Aktor der die Ausschreibung für den Autobahnbau erzielt hat.

Der Premierminister betonte dabei auch, dass eine Autobahngebühr von 5,7 Lei eingeführt werden soll. Dazu kommt die Mehrwertsteuer, sodass diese Summe die 7-Lei-Grenze erreicht. Diejenigen, die nicht den ganzen Abschnitt befahren werden, sollen die Hälfte, also 3,5 Lei zahlen. Bei gleichem Anlass kündigte Victor Ponta an, die Baustelle soll um den 20. April eröffnet werden. Was wiederum aufgeschoben wurde. Der neue Verkehrsminister Dan Şova erklärte kürzlich, dieser Termin sei für Juni aufgeschoben. Dieses sei aber positiv zu deuten, da der Staat nun sichere Zusagen für die Unterstützung des Projekts seitens der Europäischen Entwicklungsbank und der Weltbank erhalten habe. Die Bauarbeiten sollen 2017 abgeschlossen werden.

Bei Predeal soll der längste Straßentunnel des Landes gebaut werden, der den von der Transfogarascher-Hochstraße übertrifft. Im Kronstädter Kreis befindet sich auch der längste Eisenbahntunnel des Landes der 4,369 Kilometer misst und bei Teliu, vor Întorsura Buzăului  von der deutschen Firma „Julius Berger“ vor dem Zweiten Weltkrieg gebaut wurde.

Dan Şova erklärte auch, dass es 2015 eine direkte Autobahn von Wien bis Hermannstadt – 750 Kilometer – geben wird.  Bis dahin sollen die noch ausstehenden Abschnitte zwischen dem Grenzpunkt Nădlac und Hermannstadt gebaut werden. Auf rumänischem Gebiet wird die Autobahn 300 Kilometer umfassen.  Die Autobahn die weiter bis Konstanza über Hermannstadt und Kronstadt führen wird, soll bis 2018 fertig werden. Geht man vom Rhythmus aus mit dem gegenwärtig an den Autobahnabschnitten gebaut wird, so kann man eher skeptisch bezüglich dieser Termine sein. Eine heftige Diskussion entbrannte auch  bezüglich der Notwendigkeit einer Autobahn von Piteşti bis Hermannstadt. Diese soll für die in Mioveni erzeugten Dacia-Pkw einen schnelleren und sicheren Transport an die Abnehmer im Westen ermöglichen.

Kommentare zu diesem Artikel

Hanns, 15.04 2014, 11:54
Auch 2017 ist Utopie! Mit solchen Dilettanten wird das nie funktionieren. Es ist schon lachhaft, dass man als ersten Schritt die Höhe der Maut bestimmt, noch bevor mit dem Bau der Autobahn begonnen wird. Solche Stümpereien gibt es nur in Rumänien. Wie lange noch werden die Bürger all diesen Nonsens glauben?

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