Bärenpopulation zu hoch in den Karpaten Rumäniens

EU-Länder lehnen Aufnahme von Bären ab

Samstag, 01. Juni 2013

Symbolfoto: sxc.hu

Bukarest (Mediafax/ADZ) - Die Überpopulation der Bären in Rumänien beträgt etwa 50 Prozent im Vergleich zu der empfohlenen Dichte von einem Exemplar auf 1000 Hektar, erklärte Sever Stanciu, Leiter des Inspektorats für Wälder und Jagd (ITRSV) in Ploieşti. Im ganzen Land gibt es 28 Millionen Hektar, die der Spezies zur Verfügung stehen, also Platz für 2800 bis 4000 Bären, je nach Empfehlung verschiedener Experten. Tatsächlich wurden in Rumänien etwa 6000 Bären gezählt.

Weil Holzfäller und Touristen zunehmend in den Lebensraum des Bären vordringen, aber auch wegen des gezielten Fütterns in Touristenzentren als Attraktion, gewöhnt sich dieser an den Menschen. Als Folge dringen Bären in bewohnte Gebiete ein, wobei es immer wieder zu Zwischenfällen kommt. 2012 wurden 35 Fälle registriert, in denen Bären in den Touristenort Buşteni vorgedrungen waren.

Vier Angriffe von Bären auf Menschen gab es September 2012 in Argeş und Dâmboviţa, in zwei davon war der Bär tollwütig. In einem Fall waren die Opfer an einer Jagd beteiligt, im anderen wurde der Bär von seinem späteren Opfer mit einer Schlingfalle gefangen. Einen Bärenüberschuss gibt es vor allem im Kreis Prahova. 2012 wurden 33 Bären aus Sinaia in den Kreis Argeş transferiert. Die Ansiedlung von Bären im europäischen Ausland ist derzeit nicht möglich. Zum einen verhindern dies EU-Normen, zum andern erklärte sich kein einziges EU-Land zur Aufnahme bereit.

Kommentare zu diesem Artikel

Paul, 03.06 2013, 20:43
Erst Wald roden, dann sagen es gibt zu viele Bären...und gleich ballern Sie die Hälfte ab. Hoffentlich nehmen Sie die Polizei aus der Türkei dafür. Die sammeln jetzt Erfahrung und können in ca. 1 Woche jeden mit nur einer Tränengaskapsel um die Ecke bringen.
Norbert, 01.06 2013, 20:23
Das ist gut das die Bären mehr werden. Die rumänische Bevölkerung nimmt im gegenzug rapide ab.Die verschmutzen die Wälder nicht wie die Rumänen das tun. Wenn jemand sich mal ne gute Impfung gegen Krankheiten holen möchte. ,der fährt an die schwarzneeküste.Hat er 2 Wochen überlebt in dem Dreck der überall an den stränden rumliegt. Kriegt er keine krankheiten mehr.
Skeptikus, 01.06 2013, 16:29
Oder in die Casa Popului aussetzen 100 Stueck und Tueren abschliessen? Oder an der Piata Victoriei?
Ottmar, 01.06 2013, 15:37
Ich haett noch einen Vorschlag. Bringt ein paar von den lieben Tieren nach Bayern. Dort lehzen die Politiker und Jaeger nach einigen neuen Brunos
sraffa, 01.06 2013, 12:32
Seit 1989 haben sich die allgemeine Mobilität von Menschen und der Wohlstandsmüll deutlich erhöht; beides Faktoren welche dem Bär zu schaffen machen. Insbesondere der Wohlstandsmüll überall vermehrt die Bären und bringt sie darüber hinaus in die Nähe zum Menschen. Das Resultat sind Bärengenerationen die ihre natürliche Scheu vor dem Menschen zu verlieren beginnen - was die Sache wirklich gefährlich macht. Da greift der alte Rumänische Sinnspruch " Der Bär ignoriert uns und wir ignorieren den Bären ". Wünschenswert wäre perfektes Müllmanagement in den Bärengebieten und gezielte Bestandskontrolle mit Blei.

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