Bald „Supermikroskope“ am Neckar, dank Nobelpreisträger Prof. Dr. Stefan W. Hell

Mittwoch, 28. März 2018

Prof. Dr. Stefan Hell (links) erhielt vor zwei Jahren die Ehrennadel in Gold des DFDB. Überreicht wurde sie vom Forumsvorsitzenden Dr. Johann Fernbach. Archivfoto: Zoltán Pázmány

Auf Initiative von Chemienobelpreisträger 2014, Prof. Dr. Stefan Hell, soll in Heidelberg eines der größten Zentren in Europa für Biowissenschaft gebaut werden. Er wird an seinen großen Erfolg von 2014 für die Entwicklung superauflösender Fluoreszenzmikroskope anknüpfen und in einem Forschungsnetzwerk für „Biologie auf der Nanoskala“ arbeiten. Dies bedeutet hochempfindliche Mikroskope konstruieren, mit denen sich die entscheidenden Prozesse des Lebens, die auf Molekülebene in einer Zelle stattfindet, sichtbar gemacht wird. Diese kleinsten Lebenseinheiten sind der Schlüssel für Krankheiten aber auch die Entwicklung von Therapien für die Zukunft.

Prof. Dr. Stefan Hell hatte ein gutes persönliches Gespräch mit dem Baden-Württembergischen Ministerpräsidenten  Winfried Kretschmann und der Landeswissenschaftsministerin Theresia Bauer geführt, sein großes Vorhaben erläutert und ihm wurden vom Land 25 Millionen Euro für einen Bau zu diesem Zwecke zur Verfügung gestellt. Dazu stellt die Max-Plank-Gesellschaft, wo Hell als Direktor fungiert, nochmals 50 Millionen Euro zur Verfügung. Es werden also zwei neue Gebäude am Neckar, neben dem schmucklosen Backsteingebäude, für Forschungsarbeiten im Neuenheimer Feld in Heidelberg errichtet. Dieser Komplex wird zusammen in der Nähe des Max-Planck-Instituts für Medizinische Forschung und der Universität aber auch das nahegelegene Deutsche Krebsforschungszentrum umfassen. Hier werden Wissenschaftler in Biowissenschaft aber auch aus anderen Disziplinen zusammen sein, aus der Schweiz, Frankreich, England, Deutschland und gemeinsam einmal arbeiten. Prof. Dr. Stefan Hell hat die Aufgabe diesen Großbau zu koordinieren, neben seinen heutigen wissenschaftlichen Forschungen. Stefan Hell meint, dies sei „ein landesweites Leuchtturmprojekt für Spitzenforschung“.

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