Banater Bergland: Top-Bezahlung für Jobs im Freien

Trotz geringer Beschäftigungsrate nehmen Arbeitsplätze in Temeswar zu

Mittwoch, 17. Januar 2018

Auch in manchen Kleinstädten des Kreises Temesch sind Arbeitskräfte Mangelware. Praktisch jeder, der arbeiten will, hat einen Job.
Archivfoto: Zoltán Pázmány

In den Ballungszentren der rumänischen Wirtschaft legt auch die Zahl der Beschäftigten stetig zu. Diese Erkenntnis fußt auf Daten von HR-Managern, die die BZ bereits in einem Wirtschaftsbeitrag in der vergangenen Ausgabe aufgearbeitet hat. Auch die Daten des Nationalen Statistikamtes, INS, stimmen mit den Aussagen der Fachleute zum Thema Arbeitsmarkt überein. Im Verwaltungskreis Temesch, mit den Wirtschaftszentrum Temeswar, ist die Zahl der Beschäftigten in der Zeitspanne Oktober 2016 – Oktober 2017 um etwa 7000 Personen gestiegen. Von zirka 238.600 auf 245.600. Leicht zugenommen hat auch die Zahl der Mitarbeiter in den Kreisen Arad und Karasch-Severin. Als einziger Kreis der West-Region hat Hunedoara an Beschäftigten eingebüßt.

Regional – auf alle vier Kreise gesehen – gab es im Oktober 2017 nahezu 7000 Arbeitnehmer mehr als ein Jahr zuvor. Außer dem erheblichen Anstieg im Kreis Temesch, hat auch die Zahl der Arbeitsplätze im Raum Arad und im Banater Bergland (Karasch-Severin) zugelegt. Im Kreis Hunedoara hingegen gingen etwa 2000 Stellen verloren. Was seit Jahren aus dem Rahmen des allgemeinen Trends fällt, ist die Tatsache, dass in der Region um das westrumänische Arad die Zahl der Beschäftigten in Industrie und Bauwesen höher ist als im Dienstleistungssektor. In den anderen drei Kreisen sind jeweils mehr Menschen bei Dienstleistern beschäftigt. Einige Vergleiche seien hiermit angestellt: Im Kreis Karasch-Severin, wo es mit den bloß 56.800 Arbeitnehmern die wenigsten Beschäftigten in der Region gibt, hat die Zahl der arbeitenden Bevölkerung zwischen Oktober 2016 – Oktober 2017 allgemein leicht zugelegt; in der Landwirtschaft sowie in Industrie und Bauwesen waren Rückgänge erkennbar. Allein der Dienstleistungssektor hatte zu Ende der gewerteten Zeitspanne um etwa 1500 Mitarbeiter mehr als ein Jahr zuvor. Im Kreis Arad waren mehr als doppelt so viele Personen in der Volkswirtschaft tätig, als im Banater Bergland. Der leichte Anstieg geht auf den Dienstleistungssektor zurück. In der Sparte Industrie & Bauwesen blieb die Zahl der Beschäftigten etwa auf dem gleichen Niveau wie ein Jahr zuvor.

Im Kreis Temesch waren in allen drei gewerteten Bereichen wachsende Zahlen bei den Arbeitnehmern erkennbar. Auf Kreisebene waren es etwa 7000 mehr. Über 245.000 Angestellte hatte der westrumänische Kreis im Oktober vergangenen Jahres. Somit hatten in der Region um Temeswar fast so viele Menschen einen Arbeitsplatz, wie in den Kreisen Arad und Hunedoara zusammen. Oder ein anderer Vergleich: mehr als viermal so viele als im Kreis Karasch-Severin.

Was das Einkommen in den verschiedenen Sparten anbelangt, gibt es große regionale Unterschiede zwischen den einzelnen Bereichen. Die Industrie des Kreises Temesch hat nach Jahren der Vorherrschaft zum ersten den ersten Platz im Ranking der bestbezahlten Bereiche in der Region verlassen. Die höchsten Netto-Löhne wurden im Oktober 2017 im Bereich Landwirtschaft, Forstwesen und Fischzucht des Kreises Karasch-Severin bezahlt. Mit 2655 Lei waren das mehr als in allen anderen Bereichen der Region. Im Juli vergangenen Jahren kamen die Angestellten in diesen Wirtschaftssektoren gar auf ein Netto von 3209 Lei. Am schlechtesten hingegen ging es den Landwirten und Forstarbeitern des Kreises Hunedoara, die im Oktober vergangenen Jahres für ihre erbrachten Leistungen 1673 Lei bezogen. Im Gegensatz zu den relativ guten Einkommen der Landwirte und Waldarbeiter, hatten die Mitarbeiter der Industrie- und Bauunternehmen in Karasch-Severin nur 1705 Lei in der Lohntüte.

Bei den Beschäftigungslosen sieht die Statistik für den Monat Oktober 2017 wie folgt aus: Arad 1,3 Prozent, Karasch-Severin 2,8 Prozent, Hunedoara 4,5 und Temesch 1,1 Prozent.

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