Banater Gedenktage 2017

135. Geburtstag des Lugoscher Hollywoodstars Bela Lugosi

Mittwoch, 20. September 2017

Quelle: www.fanpop.com

Was Johnny Weissmüller, alias Tarzan, in der Kategorie „Weltstar“ für Temeswar (Freidorf) bedeutet, das ist für die Lugoscher zweifellos ein nicht minder berühmter Hollywoodstar: Bela Lugosi. Der jahrelang obskure Schauspieler in der alten Heimat Banat und Ungarn kam 1931 auf einen Schlag durch seine legendäre Rolle als Graf Dracula in der gleichnamigen Hollywood-Romanverfilmung zu Weltruhm und genießt heute bei den Fans des Horrorfilms, der sogenannten B-Filmgattung, einen unumstrittenen Kultstatus.

Bela Lugosi wurde als Béla Ferenc Dezső Blaskó am 20. Oktober 1882 in Lugosch geboren und verstarb 1956 in Los Angeles, Kalifornien. Der Sohn eines Geschäftsmanns riss 1893 von zu Hause aus, als man ihn ins Gymnasium schicken wollte. Der angehende Schauspieler, er hatte sich das Bühnennamen Arisztid Olt  selbst zugelegt, spielte in den folgenden Jahren als Shakespeare-Darsteller an mehreren Bühnen Ungarns, wo er fast überall in der Rolle des charmanten, jugendlichen Liebhabers eingesetzt wurde, aber auch in ersten Stummfilmproduktionen. Nach dem I. Weltkrieg- Er war als Offizier an der Front- trat er der KP Ungarns bei. Wegen seiner politischen Tätigkeit musste er nach Wien und 1919 nach Berlin flüchten. Seine aktive Rolle in der KP Ungarns hat er später in Hollywood wohlweißlich verschwiegen.

In Berlin wirkte er in Stummfilmproduktionen bzw. Karl-May-Verfilmungen, in Murnaus „Dr. Jekyl und Mr. Hyde“ mit. 1921 siedelte er nach Amerika aus. 1927 spielte er erfolgreich den Dracula am Broadway und 1931 kam der große Durchbruch in Hollywood mit der Titelrolle im „Dracula“-Film nach Bram Stoker, die ihn zum großen Star und reich machte. Es folgten weitere erfolgreiche Spielfilme des Horrorgenres wie etliche Edgar-Allan-Poe-Verfilmungen, so “Mord in der Rue Morgue“ und „Der Rabe“, dann allerhand Monster- und Vampirrollen, als Zombie, Apache, Teufelsanbeter und Voodoo- oder Ape-Man. In den folgenden Jahrzehnten nahte jedoch mit dem Niedergang dieses Genres auch das Ende von Lugosis Laufbahn. In den 50ger Jahren erhielt er noch einige Nebenrollen in B-Movies, kämpfte aber mit Geldnot, Drogen und Einlieferungen in Kliniken. Sein letzter Spielfilm war 1959 „Plan 9 aus dem Weltall“.

Am 16. August 1956 starb Lugosi im Alter von 73 Jahren an einem Herzinfarkt. Die Begräbniskosten übernahm Frank Sinatra. Lugosis Grab ist in Culver City, Kalifornien zu besichtigen, man hatte den Toten in einem Dracula-Kostüm aufgebahrt. Er hat heute einen Stern auf dem Walk of Fame in Hollywood, wurde auch filmisch von Martin Landau dargestellt. Das 3-D-Kino im Lugoscher Stadtzentrum heißt heute „Bela Lugosi“.

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