Banater Wallfahrtsort wird Großbaustelle

EU-Gelder für Kirche und Kloster Maria Radna

Mittwoch, 22. Mai 2013

Den Werdegang des Antrages durch die Bukarester Büros hatte der Abgeordnete des DFDR, Ovidiu Ganţ, (im Bild beim Empfang durch Pfarrer Andreas Reinholz) politisch begleitet, bis es dann am 1.März 2012 zur Vertragsunterzeichnung gekommen war. Foto: Zoltán Pázmány

Zwischen Ehrwürdigem und Andächtigem, zeigt sich die Wallfahrtskirche im bekannten Banater Wallfahrtsort der Katholiken, Maria Radna, akut sanierungsbedürftig. Zuletzt wurden Reparaturarbeiten in der 1970er Jahren vorgenommen, eine komplette Renovierung liegt etwa 100 Jahre zurück. Weitere etwa 100 Jahre hätte es gedauert, bis eine Sanierung von Kirche und Kloster Maria Radna allein aus Spendengeldern und aus Finanzierungen der Diözese möglich gewesen wäre, sagt Pfarrer Andreas Reinholz in Radna. Deshalb bedurfte es EU-Gelder – 47 Millionen Lei sollen in den kommenden beiden Jahren die Finanzierung der Sanierungsarbeiten sichern. Eine Bauzeit von 25 Monaten ist für die Sanierung der beiden Gebäude – Kloster und katholische Wallfahrtskirche – vorgesehen. Arbeiten am Kalvarienberg hinter der Kirche stehen innerhalb des Projektes nicht an. Drei Baufirmen werden parallel an dem Unterfangen arbeiten, vor allem in Sachen Statik können jedoch Überraschungen auftauchen und den veranschlagten Endtermin hinauszögern, heißt es bei der Arader Behörde für Bauaufsicht.

Lange konnten überhaupt keine Sanierungsarbeiten durchgeführt werden, da bis nach der Jahrtausendwende noch ein staatliches Altenheim die Räumlichkeiten des ehemaligen Franziskanerklosters belegte. Unterdessen wurde auch das Dach und die beiden Türme der Kirche immer maroder. In diesen Zeiten übernahm Andreas Reinholz die Pfarrei in Radna und versuchte über Spendengelder erste Schritte der Sanierung, denn das Interesse an der Wallfahrtskirche war weiterhin ungebrochen. Nun sollen die EU-Gelder, über das Entwicklungsministerium akquiriert, nicht nur den Gebäudekomplex auf Vordermann bringen, sondern dem Tourismus in der gesamten Region einen Schub geben.

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