Bankaktien und Petrom stützen Aktienumsatz und Indizes

Ein Rückblick auf den Handel an der Bukarester Wertpapierbörse

Dienstag, 21. Mai 2013

Bukarests Aktienmarkt erlebte eine Kurskorrektur in der vergangenen Woche – im positiven Sinn. Die steigende Marktkapitalisierung (plus Prozent auf Wochensicht) lässt auf steigende Aktienkurse schließen. Tatsächlich legten mehrere Aktien in der vergangenen Woche gut zu. Vor allem die wichtigsten Aktien, die im BET-Index abgebildet sind, schlossen vorwiegend im grünen Bereich. Der Index legte selbst 2,5 Prozent zu. Der durchschnittliche Tagesumsatz lag mit umgerechnet 21,47 Millionen Euro ungewöhnlich hoch. Dafür war der Verkauf von knapp 640 Millionen SNP-Aktien durch den Fonds Proprietatea (FP, 0,66 Lei, ISIN ROFPTAACNOR5) verantwortlich. Der machte mit umgerechnet 57,57 Millionen Euro mehr als 92 Prozent des Tagesumsatzes vom vergangenen Freitag aus.

Den SNP-Aktien tat die Transaktion jedoch nicht unbedingt wohl. Der Kurs rutschte auf Wochensicht um 5,1 Prozent, weil FP nur etwa zwei Drittel der ursprünglich vorgesehenen Menge an Aktien verkaufte. Dennoch legte der Energiewerte-Index 0,38 Prozent zu. Das lag vor allem an satten Kursgewinnen beim Netzbetreiber Transelectrica (TEL, 13,52 Lei, ISIN ROTSELACNOR9) – plus 3,92 Prozent – und beim Erdgasversorger Transgaz (TGN, 204,15 Lei, ISIN ROTGNTACNOR8) – plus 1,55 Prozent. Die Aktien des Fonds Proprietatea profitierten nicht in der vergangenen Woche von der Transaktion mit SNP-Aktien und auch nicht davon, dass sie wieder einmal unter den umsatzstärksten Aktien waren. FP-Aktien verloren auf Wochensicht 0,15 Prozent. Gut möglich, dass der Kurs durch den Geldzufluss erst in dieser Woche sich wieder etwas erholt. Immerhin bewegen sich FP-Aktien bei einem Kurs von 0,66 Lei auf hohem Stand. Auch in der vergangenen Woche standen FP-Aktien hoch im Kurs bei den Anlegern. Unter den umsatzstärksten Aktien waren noch jene der Ersten Group Bank AG (EBS, 110 Lei, ISIN AT0000652011) sowie die der SocGen-Tochter BRD (BRD, 8,29 Lei, ISIN ROBRDBACNOR2) und der Banca Transilvania (TLV, 1,185 Lei, ISIN ROTLVAACNOR1).

Gewinner der Handelswoche waren jedoch der Maschinen- und Anlagenbauer UZTEL SA (UZT, 2,45 Lei, ISIN ROUZTEACNOR5). Diese legten 36,11 Prozent zu. Uztel befindet sich unter Sonderverwaltung seit September 2010, als das Unternehmen wegen ausstehender Aufträge und hoher Schulden Insolvenz anmelden musste.

Rasdaq

Der Sekundärmarkt wurde in der vergangenen Woche vom Verkauf der absoluten Mehrheit von knapp 93 Prozent am Sodawerk Uzinele Sodice Govora gekennzeichnet. Die knapp 135 Millionen Aktien gingen für insgesamt 37,8 Millionen Lei (etwa 8,8 Millionen Euro) vom polnischen Halter an CIECH S.A. an sein Tochterunternehmen Janikowskie Zaklady Sodowe JANIKOSODA S.A. Die Transaktion hievte den durchschnittlichen Tagesumsatz am Rasdaq-Markt auf umgerechnet 1,8 Millionen Euro. Dabei war es nicht die einzige Sondertransaktion, die den Umsatz stützte in der vergangenen Woche. Den Hauptindex beeindruckte diese Entwicklung nicht, er verlor auf Wochensicht 0,6 Prozent.

Devisen

Der Leu stand auch in der vergangenen Woche unter Druck. Wie in der Woche zuvor legten Euro und US-Dollar zum Leu zu. Die europäische Gemeinschaftswährung stieg um 0,35 Prozent (Vorwoche: plus 0,39 Prozent), der amerikanische Dollar um 1,4 Prozent (Vorwoche: plus 1,3 Prozent). Analysten zufolge habe der Verkauf von Staatsanleihen durch eine Bank zur Schwächung der rumänischen Landeswährung beigetragen. Der Leu erreichte Ende vergangenen Woche einen Tiefststand der vergangenen drei Wochen. Mit oder ohne dem Anleihenverkauf folgt der Leu einem Abwärtstrend bereits seit zwei Wochen. Am vergangenen Montag kostete ein Euro 4,3395 Lei und ein US-Dollar 3,3701 Lei.

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