Banken im Aufwind, Pharmawerte im Abwärtsstrudel – die Börse im Wochenrückblick

Ein Rückblick auf den Handel an der Bukarester Wertpapierbörse

Dienstag, 26. Februar 2019

Die Handelswoche startete verhalten, mit einem Umsatz von umgerechnet nur 4,7 Millionen Euro. Immerhin legten die Indizes mit einem Durchschnitt von 1,16 Prozent kräftig zu. Die Tagesgewinner waren die Erdgasaktien Transgaz (TGN, 343 Lei, ISIN ROTGNTACNOR8) und Romgaz (SNG, 31,5 Lei, ISIN ROSNGNACNOR3) mit Zuwächsen um drei Prozent.

Am Folgetag verloren fast alle Indizes an Wert, der Verlust lag im Durchschnitt bei 0,34 Prozent. Der Umsatz ging zum Vortag um fast ein Viertel auf umgerechnet 3,6 Millionen Euro zurück. Diesmal waren es Aktien aus der Lebensmittel- beziehungsweise Ernährungsbranche, die sich hervortaten. Purcari Wineries (WINE, 18,85 Lei, ISIN CY0107600716) und Sphera Franchise Group (SFG, 19,95 Lei, ISIN ROSFGPACNOR4) legten 1,3 und 1 Prozent zu. Transgaz verlor 1,45 Prozent.

Am Mittwoch stieg der Umsatz um 77 Prozent zum Vortag (35,8 Prozent zum Montag) auf umgerechnet 6,4 Millionen Euro. Die Indizes verfielen in eine Art Wartestellung, im Durchschnitt legten sie 0,09 Prozent zu, zwei Indizes verloren sogar an Wert. Finanzwerte wie Banca Transilvania (TLV, 1,882 Lei, ISIN ROTLVAACNOR1), BRD (BRD, 11,98 Lei, ISIN ROBRDBACNOR2) und SIF Transilvania (SIF3, 0,246 Lei, ISIN ROSIFCACNOR8) legten kräftig zu, mit Werten zwischen 3 Prozent (TLV) und 4,2 Prozent (SIF3).

Am Donnerstag schließlich kletterte der Umsatz um weitere 44 Prozent zum Vortag. Mit umgerechnet 9,2 Millionen Euro war es der höchste Tagesumsatz der Woche. Banken (BRD und TLV) profitierten erneut von einer guten Marktperformance mit Zuwächsen um die drei Prozent. Sämtliche Indizes schlossen den Tag mit Gewinnen ab, im Durchschnitt legten sie 1,05 Prozent zu.

Am Freitag beruhigte sich der Markt wieder etwas, der Umsatz betrug umgerechnet 4,2 Millionen Euro, weniger als die Hälfte wie am Handelstag zuvor. Die Indizes schlugen in die Verlustzone um, mit Ausnahme des Finanzwerte-Index. Im Durchschnitt verloren die Indizes 0,9 Prozent. Bank-Aktien mussten Verluste von jeweils mehr als zwei Prozent hinnehmen.

Auf Wochensicht legte der Markt 0,98 Prozent zu, der Hauptindex lag mit einem Plus von 1,4 Prozent über diesem Durchschnitt. Weit darunter lagen der Finanz- und der Energiewerteindex mit Zuwächsen von 0,27 beziehungsweise 0,37 Prozent. Der ROTX glänzte mit einem Plus von 1,45 Prozent. Die Marktkapitalisierung ging mit minus 0,23 Prozent leicht zurück. Finanzwerte waren die Gewinner der Woche, angeführt von SIF Transilvania mit einem Plus von 4,46 Prozent. Die Banken (BRD und TLV) legten 3,99 beziehungsweise 2,95 Prozent zu. Sogar die Patria Bank (PBK, 0,0826 Lei, ISIN ROBACRACNOR6) durfte sich über ein Plus von 3,25 Prozent freuen. Verlierer der Woche waren die Pharma-Aktien. Antibiotice (ATB, 0,481 Lei, ISIN ROATBIACNOR9) verloren 1,84 Prozent, Biofarm (BIO, 0,345 Lei, ISIN ROBIOFACNOR9) 1,43 Prozent.

Berichtssaison ging weiter

Weitere Emittenten stellten ihre Ergebnisse vor. Der Gesundheitsdienstleister MedLife (M, 27,5 Lei, ISIN ROMEDLACNOR6) hat im vergangenen Jahr einen Umsatz von 794 Millionen Lei erwirtschaftet, ein Plus von 27 Prozent zum Vorjahr. Der Gewinn konnte auf 16,4 Millionen Lei fast verdoppelt werden. Ein höherer Betriebsgewinn (plus 8,5 Prozent) und niedrigere Finanzaufwendungen verbesserten das Ergebnis. Die Aktie legte auf Wochensicht 2,6 Prozent zu.
Der Erdgasversorger Transgaz meldete einen Umsatzrückgang von 6,3 Prozent auf 1,6 Milliarden Lei, der Gewinn schrumpfte um 14 Prozent auf 499 Millionen Lei. Da hilft es nur wenig, dass die Profitabilität des Unternehmens im letzten Quartal 2018 gestiegen ist.

Devisen

Der Devisenmarkt zeigte ein verkehrtes Bild in der dritten Februarwoche. Der Euro setzte sich gegen den rumänischen Leu durch, der US-Dollar – bislang von Stärke geprägt – machte eine Seitwärtsbewegung. Während die europäische Gemeinschaftswährung auf Wochensicht 0,02 Lei zulegte (das entspricht knapp 0,5 Prozent), verlor der US-Dollar ein Zehntel des Nennverlustes des Euro: 0,002 Lei. Das entspricht einem prozentualen Verlust von 0,067 Prozent, was die US-amerikanische Währung auf einen Stand von 4,1988 Lei drückte. Der Euro startete am Montag bei 4,7619 Lei.

 

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