Bartholomae – Eine musikalische Alternative

Start für den Bartholomäer Konzertsommer in Kronstadt

Freitag, 29. Juni 2012

Bartholomae rückt ins Scheinwerferlicht: Hausorganist Paul Cristian stellt der Presse den Bartholomäer Konzertsommer vor.
Foto: Christine Chiriac

Kronstadt - In Kronstadt/Braşov beginnt am Sonntag die dritte Auflage des „Bartholomäer Konzertsommers“. An den fünf Sonntagen des Monats Juli finden die Konzerte in der Bartholomäer Kirche jeweils um 18 Uhr statt. Am 1. Juli singt der Kronstädter „Astra“-Chor unter der Leitung von Dr. Ioan Oarcea. Die Orgelbegleitung übernimmt Paul Cristian, seit 2004 Hausorganist der Bartholomäer Kirche und Initiator des hiesigen Konzertsommers.

Der „Astra“-Chor musiziert auch am 8. Juli, diesmal begleitet von dem Jugendorchester „Jesus Guridi“ des Konservatoriums Bilbao (Spanien). Das Ensemble wird seit 2007 von dem Kronstädter Radu Hamzea geleitet. Ausländische Gäste kommen auch am 15. Juli in Bartholomae auf die „Bühne“: Es handelt sich um den Chor der „Rudolf-Hildebrand“-Schule aus Markkleeberg, Deutschland, und um den Dirigenten Sven Kühnast.

Am 22. Juli steht Kammermusik mit „Concerto Spiralia“ auf dem Programm: Hunyadi Koppány und Gábor Elöd (beide Violinisten aus Miercurea Ciuc), Lázár Zsombor (Cello) und Paul Cristian (Spinett) setzen die musikalische Zusammenarbeit fort, die im Frühjahr mit einem erfolgreichen Barockabend begann. Der Konzertsommer wird von Musik für Orgel und Viola da Gamba am 29. Juli abgeschlossen; es spielen die Organistin Ilse Maria Reich aus Landshut und Anca Iarosevici aus Bukarest. Zu den Sonntagskonzerten kommt noch eines hinzu: am Dienstag, dem 17. Juli um 19 Uhr wird Barockmusik aufgeführt, und zwar von der Violinistin Ulrike Titze und dem Oboisten Guido Titze aus Dresden, István Csata aus Klausenburg/Cluj  an der Viola da Gamba und Paul Cristian am Spinett.

Er ist als Koordinator der Konzertreihe dankbar für eine positive Entwicklung des Projekts: „Voriges Jahr, bei der zweiten Auflage, hatten wir bereits ein treues Publikum und einen für Kronstadt sehr guten Schnitt von 100-120 Leuten pro Konzert“, sagt Paul Cristian. Der Konzertsommer soll nicht ausschließlich ein Barock- oder ein Chorfestival werden, sondern „für jeden offen bleiben, der kommen möchte“, so der Bartholomäer Organist. Auch gerade Musikstudierende sind hier willkommen, vor allem im Rahmen der Kammerkonzerte, die seit Jahresanfang monatlich im Salon des Pfarrhauses stattfinden – denn „für die jungen Musiker sind es keine gewöhnlichen Auftritte, sondern wertvolle Vorspielübungen.“

Die Musikabende des Konzertsommers sind für das Publikum kostenlos und werden von dem Presbyterium der evangelischen Kirchengemeinde A.B. Bartholomae gefördert. Spenden sind willkommen. Die Veranstalter möchten mit dem Konzertsommer ein Stück weiter in die Aufmerksamkeit der Kronstädter Öffentlichkeit rücken und „eine Alternative“ für den relativ musikarmen Monat Juli anbieten, erklärt Presbyterin Dr. Carmen Elisabeth Puchianu.

Zudem geht es um „das älteste Gotteshaus Kronstadts – auch deshalb lohnt sich ein Besuch in Bartholomae“, fügt der Seelsorger der Kirchengemeinde, Pfarrer Dr. Peter Klein hinzu. Der Konzertsommer ist im Übrigen nur eine von vielen Kulturveranstaltungen des Hauses: die Theatergruppe „Interludium“ gestaltet die großen Feste des Kirchenjahres mit, Ende August feiern rund 300 Gäste das Bartholomäusfest, außerdem soll in diesem Jahr der Reformationstag mit einer „Langen Nacht“ und umfassendem Kulturprogramm in der Kirche begangen werden. 

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