Băsescu: Aufräumen mit Kloake bei Finanzaufsicht

Arbeitsministerin Câmpeanu soll Amt niederlegen

Freitag, 21. Februar 2014

Bukarest (Mediafax/ADZ) – Als hätte die Regierung mit ihrem Image nicht genug Probleme, taucht jetzt noch der Fall der Arbeitsministerin Mariana Câmpeanu (PNL) auf, sagte Präsident Traian Băsescu in einem Fernsehauftritt. Er riet der Ministerin, sofort ihr Amt niederzulegen. Von der Presse wurde enthüllt, dass Mariana Câmpeanu (65) vor neun Jahren, als sie Direktorin der Kreisrentenkasse Ilfov war, ihren Mann Iulian Câmpeanu verrenten ließ, und zwar mit einer Behindertenrente ersten Grades, die auch das Recht auf eine Begleitperson einschließt, die mit 600 Lei im Monat bezahlt wird. Iulian Câmpeanu wurde gefilmt, wie er ohne Begleitung  sein Enkelkind in den Kindergarten führt. Der „Krankenrentner“ soll auf diese Art seit 2005 bis heute 54.184 Lei kassiert haben.

Um Geld in einer ganz anderen Größenordnung (zehntausende Euro) geht es bei der Finanzaufsicht (ASF). Diesbezüglich forderte Băsescu das Parlament auf, die ganze Leitung von ASF sofort abzusetzen. Es handle sich um eine „Kloake“, in der die gesamte politische Klientel, die zutiefst inkompetent sei, ihren Platz gefunden habe. Zuletzt waren Dan Radu Ruşanu und Daniel Dăianu, die der Behörde vorstehen, wegen ihrer hohen Gehälter, ins Kreuzfeuer der Kritik geraten. Das Parlament hat mit der Bildung eines Untersuchungsausschusses begonnen.

Kommentare zu diesem Artikel

Alexander, 21.02 2014, 23:17
Beides mal beides. Geht es um Gerüchte über die Bereicherung von Leuten ist eigentlich immer etwas dran. Und im Kampf um Positionen, auf denen man sich bereichern kann, wird eben gern ausposaunt, was der Gegner schon so alles angestellt hatte.
Bei ihren vorsätzlichen Taten sind sie dabei meist so unfähig, wie sie von Gier getrieben sind.
Dass die alltägliche und omipräsente Korruption und Selbstbereicherung den Staat schädigt, in dem sie leben, bringen die Leute dabei nicht zusammen.
Die Mittel für den Straßenbau z.B. absaugen und sich dann über die schlechten Straßen beklagen.
Wirklich alles (zwinker) für die eigenen Kinderchen glauben tun zu müssen und dann über die schlechten Perspektiven für die lieben Kleinen im eigenen Land jammern.
Ottmar, 21.02 2014, 18:25
Sraffa. Ich war gestern auf der CBR in Muenchen. Was Rumaenien auf dieser sicher sehr wichtigen Messe fuer Touristik geboten hat war mehr als sehr traurig. Eigentlich war das offizielle Rumaenien nicht vertreten. Nur ein privater Reiseanbieter aus Satu Mare. Er vertrat gesamt Rumaenien.!!!!!.
Von nichts kommt nichts, so ist wohl das rumaenische Motto in der Touristik und dem Tourismusministerium.Muenchen und Umgebung mit seien 6 Millionen Leuten im Einzugsgebiet, hat wirklich potentielle, reiche, wegen seiner Naturverbundenheit der Leute sehr interessierte moegliche Kunden des gebirgigen oder aber auch des kulturellen Rumaeniens. Keiner aus dem Tourismusministerium war in dieser seit 40 Jahren instituierten Messe. Armes Rumaenien. Basescus hat sicher recht wenn die Finanzaufsicht ein Sauhaufen ist, denn dann wuerden diese Abzocker preufen ob EU-Gelder fuer die Entwicklung des Landes im Tourismusbereich sinnvoll eingesetzt werden.Wo wenn nicht auf so einer wichtigen Messe, wo wollen sie sonst das Publikum erreichen
Ioan, 21.02 2014, 18:13
Gruß von Hans
Sraffa, 21.02 2014, 17:11
Mir fällt es oft schwer, in Rumänien zwischen Denunziationen und Realitäten zu unterscheiden. Auch wird oft nicht klar, ob bei den handelnden Personen einfach nur Unfähigkeit oder Vorsatz vorliegt.

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