BCR und Erste Group wieder in der Gewinnzone

Samstag, 08. August 2015

Bukarest (ADZ) - Die  Banca Comercială Română (BCR), größte Bank in Rumänien und Tochter der österreichischen Erste Group, hat im ersten Halbjahr 2015 einen Gewinn von 603,4 Millionen Lei (135,7 Mio. Euro) erzielt. In den ersten sechs Monaten des Vorjahres war BCR mit 276 Millionen Lei in der Verlustzone.

Dem Finanzbericht der Erste Group zufolge war das bessere Ergebnis der BCR vor allem deutlich zurückgegangener Wertberichtigungen zu verdanken: „Die Wertberichtigungen für nicht zum Fair Value bilanzierte finanzielle Vermögenswerte (netto) sanken nach dem forcierten Abbau notleidender Kredite im Jahr 2014 deutlich, womit der Rückgang im Betriebsergebnis mehr als wettgemacht wurde. Im sonstigen Ergebnis war der Beitrag zum Abwicklungsfonds in Höhe von 5,6 Millionen Euro enthalten, der jedoch durch die Auflösung von Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten und Eventualkreditverbindlichkeiten mehr als kompensiert wurde. Insgesamt verbesserte sich das den Eigentümern des Mutterunternehmens zuzurechnende Periodenergebnis deutlich.“

Die Erste Group selber lag im ersten Halbjahr mit 487,2 Millionen Euro im Plus, nachdem im Vergleichszeitraum des Vorjahres ein Minus von 929,7 Millionen Euro zu verbuchen war. Alle Länder mit Ausnahme Ungarns leisteten einen positiven Beitrag zum Ergebnis.

Der Geschäftsführer der Erste, Andreas Treichel, erklärte bei der Präsentation der Finanzergebnisse: „Ein stabiles Betriebsergebnis und gesunkene Risikokosten bilden die Grundlage für das gute Ergebnis im ersten Halbjahr. Als Folge haben wir auch unsere Kapitalbasis deutlich gestärkt und die harte Kernkapitalquote (CET1, Basel 3 Vollanwendung) liegt nun bei 11,3 Prozent. Die meisten unserer Kernmärkte in CEE entwickeln sich deutlich besser als der Rest Europas, wobei das Wachstum zunehmend auch durch Inlandsnachfrage getrieben wird.“ Für die Filiale in Ungarn ist Treichel zuversichtlich, dass diese im nächsten Jahr in die Gewinnzone zurückkehrt. Es sei eine Verbesserung des Geschäftsumfelds zu erwarten und die Regierung halte ihre Zusage ein, die Bankensteuer zu senken. Die Bilanzsumme der Erste Group erhöhte sich auf 197,5 Milliarden Euro nach 196,3 Milliarden Euro zum Jahresende 2014.

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