Beihilfen für Angehörige der Opfer, strengere Gesetze

Bei mangelnder Sicherheit werden Clubs geschlossen

Mittwoch, 04. November 2015

Bukarest (Mediafax/ADZ) - Die Regierung hatte ihre wöchentliche Sitzung von Mittwoch auf Dienstag vorverlegt, um den Angehörigen der Opfer der Brandkatastrophe vom Club „Colectiv“ rascher zu Hilfe kommen zu können. So wurden die Vorschläge des Arbeitsministeriums gebilligt, dass die Angehörigen der Verstorbenen eine Beihilfe von je 5000 Lei erhalten und im Falle der verstorbenen Maria Ion, die als Putzfrau in dem Club ausgeholfen hatte und fünf Kinder in unbeschreiblicher Not hinterließ, 10.000 Lei.

Finanzminister Eugen Teodorovici hat auch darauf verwiesen, dass jedwede finanzielle Unterstützung für die Behandlung der Brandopfer in den Krankenhäusern möglich sei, es gäbe derartige Fonds.
Auf der Regierungssitzung ging es weiter um gesetzliche Regelungen, die notwendig sind, um derartige Katastrophen zu vermeiden.

So erhält das Inspektorat für Notsituationen (ISU) die Möglichkeit, Clubs, Bars oder Restaurants zu schließen, wenn diese die Sicherheit der Kunden nicht gewährleisten. Gegen Verstöße aber steht nicht mehr wie bisher eine Geldstrafe von 50.000 Lei, sondern von 100.000 Lei. Aus der gegenwärtigen Gesetzgebung wird die Bestimmung entfernt, dass die Betriebsgenehmigung eines Clubs aufgrund einer eigenverantwortlichen Erklärung über die Sicherheitsvorkehrungen erteilt werden kann.

Kommentare zu diesem Artikel

Sraffa, 04.11 2015, 15:48
@Linares : Was Sie vorschlagen ist Annäherung an den Europäischen Standard. In Europa darf keine Gewerbe eröffnet werden ohne daß wesentliche Genehmigungen vorliegen. Eine "Selbstverpflichtungserklärung" wie von Ponta und Piedone befürwortet und praktiziert ist gelebte Korruption. Alleine schon durch diese Äusserung nach dem Brand hatte sich Ponta komplett und final disqualifiziert
Linares, 04.11 2015, 07:58
Es waere eine griffige Massnahme, wenn die Brandschutzexperten zunaechst einmal Lokalitaten auf deren Brandschutz hin ueberpruefen wuerden, damit die Betreiber auf etwa vorhandene Maengel hingewiesen werden und Gelegenheit haben, diese Maengel innerhalb angemessener Frist zu beseitigen. Darueberhinaus koennte ich mir vorstellen, dass beim Bau neuer Lokale eine beratende, kostenlose Begleitung durch diese Experten sinnvoll waere - so, wie dies in vielen zivilisierten Laendern Europas der Fall ist. Wir hier in Rumaenien muessen natuerlich erst einmal die Fehler geschehen lassen und erst dann kommen die Experten - natuerlich gleich mit dem Strafkeule, und ziehen den Betroffenen das Geld aus der Tasche, dass fuer die Behebung der Maengel sinnvoller verwendet werden koennte.
Sraffa, 04.11 2015, 03:22
Das sind zwar Fortschritte aber sie sind noch keine Korrektur der Ursachen dieser Katastrophe; hierfür sind noch ganz andere Änderungen notwendig ; diese Änderung ist noch "Mangelhaft".

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