Beispielgebend: Publikationen der Burzenländer Heimatortsgemeinschaften

Die vielseitigen Jahresendausgaben, die in unserer Redaktion eintrafen, in einer Übersicht (III)

Sonntag, 08. Februar 2015

„Rothbächer Heimatbrief“
(Nr. 27, Dezember 2014)

Die neuste Ausgabe  des Rothbächer Heimatbriefes ist vielseitig an Information. Obwohl nicht so reichhaltig an Seitenzahl - rund 40 – wie einige andere dieser Publikationen, ist durch die Kürze der Materialien dieses Angebot voll gelungen. Karl Klein, der für die Gestaltung und den Druck des Heimatbriefes zuständig ist, bringt hier seine langjährige Erfahrung im Bereich gut ein. Nachbarvater Hans Leer schildert, ebenfalls kurz, in seinem Vorwort, die im Oktober stattgefundene Arbeitstagung des Vorstandes. Für dieses Jahr wird gegenwärtig der Aufmarsch der Rothbächer Trachtengruppe beim Heimattag in Dinkelsbühl vorbereitet, und soll zugleich auch als Generalprobe für das Oktoberfest 2016 in München gelten. Er begrüßt die neuen Mitglieder der HOG und bezieht sich auch auf die genealogische Arbeit, die diese entfaltet. Dank dafür, wie auch für die Zuschriften, richtet er dabei aus.

In einer gekürzten Fassung wird auf die Ansprachen des Redners beim Heimattag 2014 in Dinkelsbühl eingegangen. Die im ersten Weltkrieg gefallenen Rothbächer, deren Namen auf einer Gedenkplatte in der Kirche von Rothbach verewigt sind, werden in einem Beitrag, der diesem Konflikt gewidmet ist, gewürdigt. Einem kurzen Schadensbericht der Kirche von Rothbach und seinem Uhrwerk, samt Bildern, von Otmar Schall wird auch ein Aufruf zu  Spenden angefügt, um diese reparieren zu können. Informiert wird der Leser desgleichen über das Mitwirken von Rothbach bei der Ahnenforschung, über das dritte Treffen der Burzenländer Musikanten, wie auch über den Dokumentationsband „Die Blaskapellen des Burzenlandes“. Die reich illustrierten Reiseberichte über die Heimat, gezeichnet von Hedda Schall, bzw. Sabine Melchior, sowie die  gemeinsam mit den Nussbächern gefeierte Silvesterparty, schildern auch die ansprechende Atmosphäre, in denen diese stattgefunden haben. Hans Zirr zeichnet einen Reisebericht nach Würzburg, dem die Familieninformationen im Inhalt der Ausgabe folgen. Alle Materialien sind ansprechend und reich illustriert, was die gut gestaltete Ausgabe kennzeichnet.

„Schirkanyer Heimatblatt“
(21. Ausgabe, Dezember 2014)

Vorstand Jürgen Foith, Nachbarvater der Heimatortsgemeinschaft Schirkanyen in Deutschland, äußert sich eingehend über die kleine Gemeinschaft, die im Heimatort noch lebt und auch über die Fachtagung des HOG-Verbandes in Bad Kissingen. Er nimmt Stellung zur Verantwortung „um die Last der Rettung unserer Kulturgüter“, die er neu zu verteilen wünscht. „Engere Wege der Zusammenarbeit zwischen uns, ausgewanderten Siebenbürger Sachsen, und den Heimatgemeinden sollten verstärkt gesucht und gefunden werden. Direkte Kontaktaufnahmen mit den örtlichen Pfarrern, Kuratoren, Bezirkskonsistorien, aber unbedingt auch mit den Vertreten der lokalen kommunalen Verwaltungen sind angestrebt“, wünscht er sich des Weiteren. Krimhild Bonfert als zweiter Vorstand und Herz des Heimatblattes, verbrachte im Sommer 2014 einige Tage in Schirkanyen und bezieht sich in ihrem Bericht  auf die Dokumentation des Schirkanyer Friedhofs, auf das Pfarrhaus und die Kontaktaufnahmen, die sie vor Ort, unter anderem mit dem Bürgermeister hatte. Sehr wichtig sind diese direkten Gespräche wie es sich im Falle aller HOGs erweist. Auch berichtet sie über die Genealogiearbeit, die bereits Daten über 1100 Personen enthält.

Gleich zwei Materialien sind dem Ersten Weltkrieg gewidmet, der vor 100 Jahren ausbrach. Darüber schreibt Karl-Heinz Brenndörfer. Seine Erlebnisse im Ersten Weltkrieg schildert Albert Königes, die aus seinem Nachlass von Freya Klein zur Verfügung gestellt wurden. Zwei Nachrufe erinnern an Schirkanyer, die sich voll für die Gemeinschaft während ihrer Lebenszeit einsetzten: Gerhard Kirr und Susane Schabel (geb.Roth). Ausführliche Berichte werden der Fachtagung zur „Erhaltung und Nutzung leerstehender Kirchenburgen Siebenbürgens“ und der Tagung der Burzenländer Heimatortsgemeinschaften  gewidmet. Daraus sind Aufgaben und Themen zu entnehmen, die wichtig für alle HOGs sind. Wie auch in anderen Publikationen der HOGs findet man eine Buchpräsentation  über „Die Blaskapellen des Burzenlandes“. Krimhild Bonfert und Hans-Günther Kessler beziehen sich jeweils in ihren Beitraägen auf das Pfarrhaus von Schirkanyen aus Anlass seines175.jährigem Bestehens und auf dessen gegenwärtigen baulichen Zustand. Danksagungen, Familiennachrichten, eine anpassende bildliche Darstellung runden die 36 Seiten starke Publikation ab, in der Doris Hutter abschließend auf die Gründung der siebenbürgisch-sächsischen Trachtenbank, und deren Bedeutung hinweist. Zum diesjährigen Schirkanyer Treffen, das am 15. Oktober 2015 im Hotel Adler in Augsburg stattfindet, werden alle HOG Mitglieder eingeladen. Sicher ein willkommener Anlass über Geleistetes  wie auch Vorhaben sich auszusprechen und Beschlüsse zu fassen.

(Fortsetzung folgt)       

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