Beispielgebend: Publikationen der Burzenländer Heimatortsgemeinschaften

Die vielseitigen Jahresendausgaben die in unserer Redaktion eintrafen, in einer Übersicht (V)

Sonntag, 22. Februar 2015

„Marienburger Nachrichten“
(33. Jahrgang, Nr. 48, Weihnachten 2014)

Mit viel Liebe wird die Publikation der Marienburger Heimatortsgemeinschaft in Deutschland von deren Vorsitzenden Brunhild Groza und ihrem Ehegatten Daniel gestaltet. Das ist aus dem Inhalt und dem Layout der nun aufliegenden neusten Ausgabe, die 44 Seiten umfasst, gleich beim Einsehen erkennbar. In wenigen Worten wendet sich Bruni, wie die Marienburger sie als nahestehende Nachbarmutter nennen, in ihrem Editorial an die HOG-Mitglieder und gibt auch offen zu, dass im Vorjahr nicht alles so gut gelaufen sei, wie erwünscht. „In dieser Ausgabe berichten wir von unserem Treffen in Ingolstadt, welches leider nicht so stark besucht wurde, wie wir es uns erhofft hatten. Auch in Dinkelsbühl konnten wir nur wenige Marienburgerinnen und Marienburger begrüßen“,  betont sie offen. Großen Anklang dagegen fand das Winterwochenende im Bayerischen Wald. Für die eingelaufenen Spenden und Zuschriften bedankt sie sich. Dabei spricht sie auch einen Tadel wegen der geringen Mitarbeiten aus: „Bedauerlicherweise sind nur wenige von euch bereit auch die anderen Marienburger an eurem Leben teilhaben zu lassen.“ Positiv erwähnt sie Edith Schultz, die im September ihren 100. Geburtstag feiern konnte, die ihre Tagebuchaufzeichnungen über die Deportation in Russland vermittels ihrer Nichte Karla Schuster der Redaktion zur Verfügung stellte.

Im weiteren Inhalt der Ausgabe sind interessante Lesematerialien und Dokumentationen enthalten, die sich auf den Ausbruch des Ersten Weltkrieges beziehen und auch Auszüge aus dem Kirchengedenkbuch 1914 bieten. In weiteren Berichten werden die Leser über aktuelle Veranstaltungen, wie das im Vorjahr stattgefundene Treffen der Regionalgruppe Burzenland der Heimatortsgemeinschaften in Deutschland, von Bernddieter Schobel informiert oder über die Tagung in Bad Kissingen (31. Oktober – 2. November) zum Thema „Wege der Zusammenarbeit zwischen den ausgewanderten Siebenbürger Sachsen  und den Heimatgemeinden: Kommunalverwaltung, Kirche, Diakonie, Forum“, wobei Siegbert Bruss die Hauptgedanken aus den Wortmeldungen hervorhebt und auf Initiativen aufmerksam macht. Aus der Heimat sind mehrere Informationen in den Inhalt der Ausgabe aufgenommen worden, die voraussichtlich Interesse bei den Marienburgern  erwecken.

In einem ausführlichen, reich illustrierten Bericht wird das „Große“ Ortstreffen der Marienburger geschildert, das am 20. September 2014 in Ingolstadt ausgetragen wurde, wobei der Vorstand wieder die mangelnde Teilnahme und die erfundenen Ausreden beklagt. Warum sich ein Kommen zu diesen Treffen lohnt? Diesbezüglich wird ein wichtiges Argument, vielleicht das wichtigste vom Vorstand angeführt: „Marienburg ist dein Heimatort. Hier sind deine Wurzeln!. Es ist ein wichtiger Teil deiner Identität.“

Abgerundet wird der Inhalt dieser Ausgabe mit dem Schreiben seitens des Landekonsistoriums der Evangelischen Kirche A.B. in Rumänien an den Vorstand der HOG, in dem dieses seine Verbundenheit zu den im Ausland lebenden Marienburgern bezeugt, auf die neuen Strukturen wie Gemeindeverbände aufmerksam macht und auf die Möglichkeit hinweist, Mitglied der Kirchengemeinde zu werden, auch wenn man im Ausland lebe. Abgerundet wird die Ausgabe durch die zahlreichen Familieninformationen in Bild und Text, wobei sich der Autor dieser Zeilen den Glückwünschen die nach Tuchenbach an Olga Oyntzen anlässlich ihres bevorstehenden 90. Geburtstages gehen, anschließt.


„Das Tartlauer Wort“
(32. Jahrgang, Nr. 65, Weihnachten 2014)

Ein Großteil im Inhalt dieser Ausgabe wird dem 17. Tartlauer Treffen, das am 27. September 2014 in Rothenburg o.d. Tauber stattgefunden hat, gewidmet. Bei den dabei ausgetragenen Wahlen wurde zum neuen Nachbarvater Volkmar Kirres gewählt. Sein Vorgänger im Amt, Hermann Junesch, wurde zu seinem Stellvertreter bestimmt und auch mit der Redaktion des Heimatboten der Tartlauer Nachbarschaft in Deutschland beauftragt. Ihnen sowie dem gesamten Vorstand gelten auch von unserer Seite die besten Wünsche, um ihren Aufgaben gerecht werden zu können. In seinem Vorwort bezieht sich Volkmar Kirres auf den neuen Stand, auf bisher Geleistetes, aber auch Bevorstehendes. „Mit Sorge erfüllt uns die Situation in unserer Heimatgemeinde Tartlau. Pfarrer Andreas Pal hat sich entschieden, die Pfarrstelle zu wechseln. Allerdings hat uns Dechant Dr. Daniel Zikeli versichert, dass es einen Nachfolger für Pfarrer Pal geben wird und der geistliche Dienst somit nicht unterbrochen sein wird“, vermerkt der neue gewählte Nachbarvater. Aus dem Bericht der 9. Tartlauer Nachbarschaft in Deutschland (HOG) entnehmen wir, dass diese gegenwärtig 518 Mitglieder (Familien) umfasst. Der je in 600 Exemplaren gedruckte Heimatbote „Das Tartlauer Wort“ erscheint jeweils zu Pfingsten und Weihnachten. Dieser Ausgabe ist auch ein Namenstagkalender beigefügt.

Die Friedhofspflege in Tartlau wurde von der Nachbarschaft in Deutschland im Jahr mit 720 Euro unterstützt, für die Weihnachtsbescherung in der Heimat wurden 300 Euro gespendet. Zu den aufgezählten Aktivitäten im Vorjahr gehört die Teilnahme am Trachtenumzug in Dinkelsbühl, die Sanierung des Tartlauer Friedhofes und die Arbeit an der Genealogie. Diese gehe gut voran. Auch ein Wanderwochenende wurde organisiert. Desgleichen sind der Brief des Landeskonsistoriums an das Tartlauer Treffen, gezeichnet von Bischof Reinhart Guib, Landeskirchenkurator Friedrich Philippi und Hauptanwalt Friedrich Gunesch einzusehen. Auch wird die bei diesem Anlass von Pfarrer Christian Reich gehaltene Predigt den Lesern geboten. Über die gute Stimmung bei dem Treffen berichtet Diethild Tontsch. Dem Bericht sind mehrere Fotos beigelegt, die auf die Höhepunkte des Treffens hinweisen.

Weitere Berichte im Inhalt dieser Ausgabe sind mit Interesse zu lesen. Aus „Tartlau und der Erste Weltkrieg“ erfährt man, dass die Gemeinde 80 Gefallene und Vermisste zu beklagen hatte. Hermine Löx bietet eine aufschlussreiche Dokumentation zum Gedenktag für die Opfer von Flucht und Vertreibung. Weitere Erinnerungsberichte, Familieninformationen ergänzen diese neueste Ausgabe, die nun unter der Anleitung von Hermann Junesch den Tartlauern geboten worden ist.

(Fortsetzung folgt) 

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