Beispielgebend: Publikationen der Burzenländer Heimatortsgemeinschaften

Die vielseitigen Jahresendausgaben, die in unserer Redaktion eintrafen, in einer Übersicht (VI)

Sonntag, 01. März 2015

„Wolkendorfer Heimatblatt“
(Nr. 39, Dezember 2014)

Im Mittelpunkt dieser Ausgabe steht das im August in Wolkendorf stattgefundene „Fest der Begegnung“, das sicher in der Erinnerung aller TeilnehmerInnen bleibt. „Es geht auf unserem Fest um offenen Austausch mit anderen Menschen im Hier und Jetzt. Die Erfahrungen dieses Zusammenkommens sollten unser Leben bereichern. Sie sollen die Beziehungen zwischen Nachbarn, Kollegen und zwischen den Generationen stärken“ betonte Klaus Guess, Vorstand der HOG Wolkendorf in Deutschland in seiner Begrüßung zum Gottesdienst der Begegnung am 17. August 2014 in Wolkendorf. Es war zum ersten Mal eine Begegnung auch mit der politischen Gemeinde. Dabei wurden schon zwei weitere Begegnungen der Mitglieder der Heimatortsgemeinschaft der Wolkendorfer in Deutschland angekündigt. Vom 12. - 14. September  2015, findet in Nussdorf bei Stuttgart, das neunte Wolkendorfer Jugendtreffen statt. Das große Treffen der Wolkendorfer ist dann für den 1. - 3. Oktober 2016 in Friedrichroda angekündigt.

Aus den Berichten der aktuellen Ausgabe kann man sich auch als nicht dabei gewesene Person einen Einblick über die gute Stimmung und das vielseitige Programm machen, das den Teilnehmern auf dem „Fest der Begegnung“ geboten wurde. Die dabei unternommenen Reisen ins Repser Land, ins Burzenland, an den Sankt-Annasee, die ins Gebirge unternommenen Ausflüge, die Begegnung mit Peter Maffay, haben Erinnerungen wach gerufen, neue Bekanntschaften wurden geschlossen. Ausführlich berichtete darüber die 2. Vorsitzende der HOG, Doris Martini, die ihren Dank auch seitens der angereisten Gäste aus Deutschland an Pfarrer Uwe Seidner und an Hermann Kurmes und deren Teams richtet. Gerlinde Becker aus Engen schreibt über „Die Sommersachsen“ an Hand ihrer Tagebuchaufzeichnungen, die sie hier während der gemeinsamen Besichtigungen, Ausflügen und Teilnahme bei Veranstaltungen machte. Die reichen und ansprechenden Illustrationen zu den jeweiligen Berichten zeugen von diesem gelungenen Fest in der Heimat. Heinke Böller, geb. Hermannstädter, die seit 40 Jahren die Heimat nicht mehr besuchte, schildert ihre nun auf sie zukommenden Gefühle dieser „herrlichen Rumänienwoche“.

Einen ausführlichen Bericht über die Tournee in Rumänien der Blaskapelle Höhenkirchen-Siegertsbrunn im Sommer des Vorjahres bietet Sabine Kudera, 1. Vorsitzende des Kontaktkreises Siebenbürgen/Transililvania e.V., an deren Konzerte sich viele unserer Mitbürger erinnern. Unter anderen Ortschaften trat die Kapelle auch in Kronstadt und Wolkendorf auf.

Im weiteren Inhalt der Ausgabe wird an den Ausbruch des Ersten Weltkrieges erinnert. Illustriert wird der Beitrag mit der Gedenktafel der Opfer des Krieges 1914 -1918 aus Wolkendorf. Weitere Lesematerialien, Berichte, Familieninformationen ergänzen diese über 70 Seiten umfassende Ausgabe. Für die Gestaltung und Strukturierung ist dem Redaktionsteam bestehend aus Birgit Hamrich, geb. Daniel, und Elke Preidt, geb. Hermannstädter, Anerkennung auszusprechen.

„zeidner gruß“
(Nr. 117, Jahrgang 61, Dezember 2014)

Dass man es mit der Hand eines Profis zu tun hat, merkt man immer wieder bei Hans Königes, Schriftleiter der Publikation der Zeidner Heimatortsgemeinschaft in Deutschland. Auch bei dieser zweiten im Vorjahr erschienenen Ausgabe, in deren Mittelpunkt die vierte Begegnung in Zeiden steht. Die Vielfalt an Berichterstattung, zum Teil selbst redigiert, die reiche Illustration, führen den Leser – auch den Nicht-Zeidner – in die Atmosphäre dieses Treffens ein, aber auch in die anderen Aktivitäten der HOG, wie auch der hiesigen Zeidner Gemeinschaft.

Und diese sind sehr vielfältig, was immer wieder im Inhalt jeder Ausgabe ersichtlich wird. In seinem Editorial bezieht sich Nachbarvater Rainer Lehni auf die wichtigsten Ereignisse des Vorjahres und in Perspektive auf 2015. Ausgehend davon, dass  der Bundesvorsitzende des Verbandes der Siebenbürger Sachsen in Deutschland, Dr. Bernd Fabritius, zum Präsidenten des Bundes der Vertriebenen (BdV) gewählt wurde, und  Klaus Johannis zum Staatspräsidenten Rumäniens, spricht er diesen viel Erfolg in ihren Ämtern aus. „Es ist zum ersten Mal in unserer über 850-jährigen Geschichte, dass ein Landsmann an der Spitze unseres Heimatlandes steht. Klaus Johannis hat damit Baron Samuel von Brukenthal übertrumpft, der im 18. Jahrhundert unter Kaiserin Maria Theresia als Gubernator von Siebenbürgen der leitende Staatsmann des damaligen Großfürstentums war“, unterstreicht er. Auch betont Rainer Lehni, dass im Vorfeld der vierten Zeidner Begegnung ein Treffen des Vorstandes mit dem Zeidner Bürgermeister Cătălin Muntean stattgefunden hat, „die erste Begegnung überhaupt in der Geschichte unserer Nachbarschaft“. Diesjährig findet in Deutschland das 22. Nachbarschaftstreffen vom 4.-7. Juni in Dinkelsbühl  statt.

In ansprechenden Berichten wird man in die Atmosphäre diese Treffens in der Heimat,  das bei schönstem Wetter und guter Beteiligung stattgefunden hat, eingeführt. Bezug wird auf die Ansprachen bei der Eröffnung der Begegnung, anlässlich des Festgottesdienstes und Wiedereinweihung der Prause-Orgel, genommen, auf die Aussprache mit dem Bürgermeister der Stadt am Rande der bevorstehenden Projekte, auf die Besuche im Waldbad und der Rathaus-Baustelle, der Andacht am Friedhof, der sonstigen Besuche und Treffen, die dabei stattgefunden haben.

Im weiteren Inhalt des Heimatblattes, das mit einer Auflage von 1150 Exemplaren pro Ausgabe erscheint, finden wir weitere ansprechende Berichte, die uns auf dem Laufenden über die Ereignisse sowohl in der Heimat als auch in der HOG halten. Reinhard Ferstl schreibt über den Auftritt der Blaskapelle Höhenkirchen-Siegertsbrunn u.a. auch in Zeiden, und deren Erfolg auf ihrer Rumänien-Tournee, Hans Königes berichtet über das vierte Zusammenkommen von Zeidner Motorrad- und Wanderfreunden (MOWA), über die Herbstsitzung des HOG-Vorstandes. Weitere Berichte beziehen sich auf verschiedene Treffen, sowie Ehrungen, wie an Christine Greger, geborene Göltsch, die den Siebenbürgisch-sächsischen Jugendpreis 2014 erhielt, an den Theatermann Ernst von Kraus, der vor 90 Jahren in Zeiden geboren wurde, an den Kirchenkurator Dipl.-Ing. Peter Foof anlässlich seines 75. Geburtstages u.a. Altdechant Klaus Daniel würdigt in einem Nachruf den am 17. Oktober 2014 in Deutschland verstorbenen, ehemaligen Zeidner Pfarrer Heinz Georg Schwarz.

Buchbesprechungen, Beiträge über den Zeidner Ortsgeschichtlichen Gesprächskreis (ZOG) und als Beilage das neue Adressenverzeichnis der Mitglieder der Zeidner Nachbarschaft ergänzen diese vielseitige Ausgabe, bei deren Lektüre man viel Freude findet, Informationen erhält und Erinnerungen auffrischt.

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