Bergretterin bewusstlos geschlagen

Vorbestrafter Angreifer in Sicherheitsverwahrung genommen

Dienstag, 09. Februar 2016

Hermannstadt – In der Nacht von Freitag auf Samstag wurde eine junge Frau, die beruflich als Bergretterin tätig ist, in einer Bar im Skiort Straja (Kreis Hunedoara) Opfer eines gewalttätigen Übergriffes. Das 21-jährige Opfer, das sich nicht im Dienst befand, musste zunächst in das Krankenhaus von Lupeni und zur weiteren Betreuung auch in das Unfallkrankenhaus Petroşani gebracht werden. Dieses konnte sie erst am Sonntag wieder verlassen. Der polizeibekannte Täter Sorin P. ist bereits in der Vergangenheit durch Gewalttaten straffällig geworden. Nach dem er mit einem Komplizen einen jungen Mann entführt und über mehrere Stunden brutal verprügelt hatte, wurde er zu einer Gefängnisstrafe von sieben Jahren wegen versuchten Mordes verurteilt. Im Jahr 2013 wurde er vorzeitig auf Bewährung entlassen. Das Video der Überwachungskamera zeigt, wie der 33-jährige Täter der 21-Jährigen nach einem kurzen Wortwechsel zunächst eine Ohrfeige verpasst und sie nur wenige Augenblicke später mit einem gezielten Faustschlag bewusstlos zu Boden streckt. Keiner der umstehenden Gäste griff bis zu diesem Zeitpunkt in das Geschehen ein, auch nicht ein mit dem Angreifer am Tisch sitzender Berg-Polizist.

Der Staatsdiener blieb auch untätig, als der Mann nur wenige Sekunden später außerdem den DJ sowie einen Kellner attackierte. Die regungslose Frau wurde währenddessen aus dem Lokal getragen. Sorin P. wurde von der zuständigen Polizeibehörde zunächst wegen Ruhestörung mit einer Geldstrafe von 1.000 Lei belegt, am Sonntag allerdings vorübergehend für 24 Stunden in Haft genommen und schließlich am Montag vom zuständigen Haftrichter in Petroşani zu 30 Tagen in Sicherheitsverwahrung verurteilt. Gegen die Entscheidung kann bis zum heutigen Mittwoch Beschwerde eingelegt werden. Zum Umstand der Sicherheitsverwahrung hat geführt, dass es sich bei Sorin P. um einen Wiederholungstäter handelt. Er wird sich nun wegen Körperverletzung und Bedrohung vor Gericht verantworten müssen. Bei einer Verurteilung drohen ihm bis zu vier Jahre Gefängnis. Der untätige Unteroffizier wurde durch das Kreis-Polizeiinspektorat  Hunedoara vom Dienst in Straja vorerst abgezogen und in eine andere Abteilung versetzt. Nicolae Răducu, der Sprecher des IJJ in Hunedoara, gab darüber hinaus bekannt, dass man auch den zuständigen Militärstaatsanwalt über das Verhalten des Unteroffizier in Kenntnis gesetzt habe. Eine Anklage wurde bisher allerdings noch nicht erhoben.

Kommentare zu diesem Artikel

Ottmar, 10.02 2016, 18:30
Ein auf Bewärung freier Strafgefangener würde In Deutschland sofort die Reststrafe absitzen. Bewährung wäre futsch. dazu kommt dann die neue Strafe. Ich verstehe irgendwie das rumänische Rechtssystem nicht

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