Berichtssaison bringt Börse ein wenig aus dem Rhythmus

Ein Rückblick auf den Handel an der Bukarester Wertpapierbörse

Dienstag, 18. Februar 2014

Der Markt startete mit Verlusten am ersten Handelstag der vergangenen Woche. Die Anleger befanden sich noch in Wartestellung, da die Berichtssaison für die börsennotierten Unternehmen erst im Laufe der Woche beginnen sollte. Da half auch nicht, dass der Dow Jones an der New Yorker Börse wieder auf die 16.000-Punkte-Marke zusteuerte. Erst ab dem zweiten Handelstag bewegten sich manche Indizes nach oben. Die uneinheitliche Performance der Indizes zog sich über die gesamte Woche hin. Am Ende gab die gesamte Börse ein uneinheitliches Bild ab. Während der Index der umsatzstärksten Aktien BET ein Wochenplus von 0,07 Prozent aufwies, tat sich beim Hauptindex BET-C ein Minus von 1,04 Prozent auf. Auch der Finanzwerte-Index BET-FI musste einen Wochenverlust von 154,25 Punkten verkraften (0,49 Prozent). Der ROTX-Index wies als zweiter Index ein Wochenplus auf (plus 0,55 Prozent). Der Energiewerte-Index indes führte seinen schon mehrere Wochen anhaltenden Abwärtstrend fort. Der Wochenverlust betrug 7,13 Punkte, was bei einem Stand von 652,41 Punkten 1,09 Prozent ausmachte.
Die Marktkapitalisierung schwankte recht stark, aber auf Wochensicht gab es eine kaum wahrnehmbare Veränderung.

Der Umsatz war eher unterdurchschnittlich, vor allem wenn man bedenkt, dass ein mehr als ein Drittel des höchsten Tagesumsatzes (9,9 Millionen Euro) vom Handel mit den Aktien des Fonds Proprietatea (FP, 0,8235 Lei, ISIN ROFPTAACNOR5) herrührten. Immerhin half dieser Umstand den FP-Aktien ein wenig. Mit einem Wochenplus von 0,24 Prozent war der Fonds einer der Gewinner der Woche. Der eindeutige Gewinner war der Keramik-Hersteller Cemacon SA (CEON, 0,069 Lei, ISIN ROCEONACNOR0), mit einem Plus auf Wochensicht von 32 Prozent. Der Kurs folgte sehr guten Wirtschaftsdaten des Baustofferzeugers. Der Umsatz stieg im vergangenen Jahr um 38 Prozent und die Verluste reduzierten sich auf ein Drittel auf 5,7 Millionen Lei. Außerdem wurde am vergangenen Montag bekannt, dass ein Investmentfonds beim Hersteller einsteigen wolle. Allerdings hielt der Hype um CEON-Aktien nur wenige Tage. Am Freitag verloren die Aktien fünf Prozent.
Zu den Gewinnern der Woche gehören noch die Banken – die Erste Group Bank AG (EBS, 127,2 Lei, ISIN AT0000652011) und die Banca Transilvania (TLV, 1,715 Lei, ISIN ROTLVAACNOR1). Vor allem Letztere konnte die guten Vorjahresergebnisse in gutes Kurswachstum ummünzen. Die Bank steigerte ihren Nettogewinn um 17 Prozent und das Vermögen um 8,4 Prozent. Die Einkünfte stiegen um 12 Prozent. Der Kurs legte auf Wochensicht 3,9 Prozent zu und bewegt sich derzeit wieder in Richtung Höchststand von 1,748 Lei.

Rasdaq

Der Sekundärmarkt startete kraftvoll in die neue Handelswoche. Dafür war vor allem eine Transaktion mit 29,66 Prozent oder 29,399 Aktien des IT-Unternehmens Compania de Informatica Aplicata SA Cluj Napoca (SOEL, 21,48 Lei, ISIN ROSOELACNOR0). Abzüglich dieser Transaktion bleibt nicht mehr viel übrig vom Rasdaq-Markt. Der durchschnittliche Tagesumsatz belief sich auf 0,09 Millionen Euro, einem auch für den Sekundärmarkt sehr niedrigen Wert. Auch der Hauptindex Rasdaq-C widerspiegelte ein mangelndes Interesse für Aktien am Freien Markt. Er verzeichnete einen Verlust von 0,8 Prozent, fiel zeitweilig sogar unter die 1400-Punkte-Marke, konnte sich aber wieder fangen gegen Ende der Woche.

Devisen

Der rumänische Leu setzte seine Aufwertung gegenüber den wichtigsten Devisen auch in der vergangenen Woche fort, wenn auch die Kursgewinne eher mager ausfielen. Der Euro musste noch einen Verlust von 0,02 Prozent hinnehmen. Am vergangenen Montag kostete ein Euro 4,4813 Lei. Beim US-Dollar fiel der Kursverlust deutlich stärker aus. Hier verbilligte sich die amerikanische Währung um 0,9 Prozent. Damit fiel der US-Dollar wieder unter die 3,3-Lei-Marke. Am Montag kostete er 3,2721 Lei.

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