Beruhigende Verbrechensstatistiken

Dienstag, 10. Februar 2015

Reschitza – Die Statistiken, die das Polizeiinspektorat Karasch-Severin jüngst vorgelegt hat, sind beruhigend: man kann aus diesen Statistiken einen eindeutigen Rückgang der Vergehen herauslesen gegenüber 2013. Ob das auf ein gernzitiertes zynisch-ironisches Bonmot des Kreisratspräsidenten Sorin Frunzăverde zurückzuführen ist, das von ihm oft bei Auslandsreisen zu hören ist („Wir haben erfolgreich die Gesetzesbrecher exportiert, es sind nur noch wenige vor Ort geblieben“), oder auf die effizientere Präventionsarbeit der Polizei (wie diese es uns gern glauben lassen möchte), das bleibt dahingestellt.
Fakt ist, dass 2014 gegen gut 1000 Personen weniger als 2013 polizeiliche Untersuchungen durchgeführt werden mussten, aber auch, dass ca. 500 Beschwerden und Eingaben der Bürger weniger an die Polizei gerichtet wurden als im Jahr davor. Konkret: mit 8.416 Beschwerden gab es 2014 rund sechs Prozent weniger als 2013. 824 dieser Beschwerden bezogen sich auf Wirtschafts- und Finanzdelikte, 4.925 auf Rechtsvergehen  und 2.667 auf „andere Vergehen“. Interessant ist auch, dass weitaus mehr Gesetzesübertretungen in den acht Städten des Banater Berglands geschehen sind (5.592) als im ländlichen Raum (2.824).

Trotzdem sind 2014 ganze 10.486 Vergehen registriert worden, wegen denen im Banater Bergland Strafverfolgungen und –untersuchungen starteten (das sind fast 30 pro Tag oder in jeder zweiten Kommune des Berglands eine pro Tag) und nur im Falle von 263 davon hat die Staatsanwaltschaft ihre Kompetenz für unausreichend erklärt. 2.397 dieser Vergehen richteten sich gegen Personen, 1.580 waren Wirtschafts- oder Finanzvergehen, 5.201 Gesetzesübertretungen und 3.705 „von anderer Natur“. Gegen 2.306 Personen wurden Strafdossiers eröffnet, gegen 105 unter ihnen sind Präventionsmaßnahmen (U-Haft, Justizkontrolle usw.) getroffen worden. Die Zahl der Gewaltverbrechen ist stark zurückgegangen, was die Leitung des Kreisinspektorats der Polizei bewog, in ihrem Bericht vom Banater Bergland als „einem ruhigen und sicheren“ Gebiet zu sprechen, wie Chefagentin Ramona Cheţan, die Polizeisprecherin, betont. Bloß drei Gewaltverbrechen (ein Mord, ein Mordversuch und ein Totschlag) sind 2014 im Banater Bergland verzeichnet worden (gegenüber acht im Jahr davor), wobei der Jagdunfall im Pogoniş-Tal in der Nähe der nahezu entvölkerten Ortschaft Bărbosu, der als „Mordversuch“ eingestuft wurde (weil das Opfer angeblich beim Maisstehlen erwischt wurde), von der Bevölkerung der nahe beieinander liegenden Ortschaften Valeapai und Bărbosu (beide zur Gemeinde Ramna gehörig) fast einstimmig als Jagdunfall angesehen wurde. Fakt ist, dass der Täter vor Gericht gestellt wird, aber auch, dass nahezu jeder in den beiden Ortschaften bereit ist, für ihn Zeugnis abzulegen.

Kommentare zu diesem Artikel

norbert, 12.02 2015, 01:25
Dann fragen sie mal in Europa nach. .wenn die Polizei rumänien hört..es kann mit diesen Land politisch nichts werden. .die Wahrnehmung ist in der Politik und der öffentlichen Meinung sehr schwach ausgeprägt. .die Rumänen selbst wissen dies besser wo es was zu klauen gibt. Deswegen steigen die Straftaten im Ausland sehr stark. .

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