Besichtigung von Fachhochschulen und Teilnahme an Schreibwerkstatt

Nikolaus-Lenau-Schülerinnen und -schüler bei internationalen Projekten dabei

Mittwoch, 29. Juli 2015

Die Teilnehmer an den HAWtech-Studientagen besichtigten das Reichstagsgebäude in Berlin.
Foto: privat

Die Schülerinnen und Schüler der Nikolaus-Lenau-Schule in Temeswar/Timişoara machen immer wieder bei internationalen Projekten mit. Vor Kurzem konnten sie gleich zwei dieser Projekte verzeichnen: die Teilnahme an den HAWtech-Studientagen, die Schnupperkurse an mehreren Hochschulen in Deutschland anbieten, sowie an dem Projekt „eljub“, das sie zum Schreiben nach Österreich führte.

Elf Tag dauerte der Aufenthalt zweier Lenau-Schülerinnen in Aachen, Karlsruhe und Berlin. Alexandra Stan und Ana Diana Stanca aus der elften Naturwissenschaften-Klasse durften zusammen mit der Deutschlehrerin und stellvertretenden Leiterin der Nikolaus-Lenau-Schule, Gabriela-Simona Mateiu, die FH Aachen, die Hochschule Karlsruhe und die HTW Berlin kennenlernen. Dies erfolgte im Rahmen der HAWtech-Studientage.

Fachhochschulen in Deutschland kennenlernen

Die HochschulAllianz für Angewandte Wissenschaften, kurz: HAWtech, wurde im Jahr 2009 gegründet. Sechs im Bereich der Ingenieurwissenschaften führende Hochschulen gründeten diese Allianz: die FH Aachen, die Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin, die Hochschule Darmstadt, die Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden, die Hochschule Esslingen und die Hochschule Karlsruhe – Technik und Wirtschaft. Im Rahmen der HAWtech-Studientage durften sechs Schülerinnen und Schüler deutscher Schulen aus Kolumbien und Rumänien drei dieser Fachhochschulen kennenlernen und sich über ihr Studienangebot informieren. Mit dabei waren Schülerinnen und Schüler der Nikolaus-Lenau-Schule aus Temeswar, der Deutschen Schule Cali und der Deutschen Schule Medellín. „Dieses Projekt verfolgt mehrere Ziele. Zum Einen ist es die internationale Vernetzung, die dadurch gefördert wird. Andererseits sind die Fachhochschule aus Deutschland bemüht, internationale Studenten aufzunehmen. Das Projekt ist im Interesse unserer Schüler, die die Möglichkeit haben, diese Fachhochschulen kennenzulernen und hier zu studieren“, sagt Betreuerin Gabriela-Simona Mateiu. Sollten sich ein-zwei Absolventen der Nikolaus-Lenau-Schüler für das Studium eines technischen bzw. ingenieurwissenschaftlichen Fachs an einer der HAWtech-Hochschulen entscheiden, so könnten diese ein Motivationsstipendium in Höhe von 300 Euro im Monat im ersten Studienjahr bekommen.

Zu den spannendsten Momenten des Deutschland-Aufenthalts zählten die Teilnehmerinnen aus Temeswar das Robotics-Lab „Humanoide Roboter selbst programmieren“ am Fachbereich Maschinenbau und Mechatronik in Aachen. Überall konnten sie den Campus besichtigen, an Kursen teilnehmen, sich die Ausstattung der jeweiligen Hochschulen näher anschauen sowie Land und Leute kennenlernen.

Die HAWtech-Studientage werden auch in den kommenden zwei Jahren veranstaltet. 2016 soll es nach Darmstadt, Dresden und Esslingen gehen. Das Projekt entstand im Rahmen der Betreuungsinitative Deutsche Auslands- und Partnerschulen (BIDS), die vom Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) aus Mitteln des Auswärtigen Amtes gefördert wird.

Schreibwerkstatt in Österreich

Die Europäischen Literatur-Jugendbegegnungen führten Anfang Juli gleich sechs Nikolaus-Lenau-Schülerinnen und –Schüler ins österreichische Krems, wo diese zusammen mit anderen Jugendlichen aus Ländern aus dem Donauraum an einer Projektwoche teilnahmen. Bogdan Constantin Bonţica, Norbert-Ludwig Szijarto, Diana Elena Giurgea, Cristian Macovei, Christian Daniel Curiac, Maria Nadina Popescu und Mara Sorana Străin durften in Begleitung von Deutschlehrerin Gabriela-Simona Mateiu bei der Schreibwerkstatt in Krems an der Donau dabei sein.

Innovative Zugänge zur Literatur und zum Lesen sowie zum Schreiben und Kommunizieren mit digitalen Medien wurden den Jugendlichen näher gebracht. Gemeinsam fanden sie Themen, die sie schließlich in gemischten Arbeitsgruppen zu einem Buch/E-Book erarbeiteten. Bei den Europäischen Literatur-Jugendbegegnungen kamen ungefähr 60 Jugendliche aus sieben verschiedenen zentraleuropäischen Ländern zusammen. Über die Beschäftigung mit Literatur erfuhren sie das Gemeinsame in Europa. Zum Schluss des Projekts entstand das Buch „Ich und die Politik“, das von der Internetseite www.eljub.eu heruntergeladen werden kann. Das Programm sah nicht nur gemeinsames Schreiben vor, sondern die Jugendlichen besichtigten unter anderen das Literaturhaus Wien, unternahmen eine Donau-Schifffahrt und nahmen an Filmvorführungen und Konzerten teil.

Die Europäischen Literatur-Jugendbegegnungen werden von p&s melk in Kooperation mit dem NÖ Landesjugendreferat und ELiT Literaturhaus Europa organisiert. p&s melk wird dafür 2015 im EU Programm „Erasmus+: Jugend in Aktion“ gefördert. Im Abschluss des Jahresprogramms soll Ende Oktober ein weiteres Treffen in Österreich stattfinden, bei dem die Projektergebnisse vorgestellt werden. Auch die Nikolaus-Lenau-Schule aus Temeswar wird erneut dabei sein.

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