Betrug via Internet

Montag, 09. Februar 2015

Kronstadt – Die Kronstädter Polizei hat eine Infokampagne gestartet, in der auf neue Betrugsmethoden aufmerksam gemacht wird. In letzter Zeit sei die Zahl der Personen gewachsen, die über E-Mail aufgefordert wurden, Summen auf Bankkonten zu überweisen. Es handle sich dabei um sehr verlockend klingende Job-Angebote, in kurzer Zeit von zu Hause viel Geld zu verdienen, bis zu fiktiven Strafgeldern für die Benutzung von Raubkopien, illegaler Software usw. Im letzteren Fall werden die Empfänger eingeschüchtert, indem angeblich die elektronische Mahnung direkt von einer Polizei-Dienststelle abgeschickt wurde. In anderen Fällen werden angeblich gut bezahlte Jobs im Ausland vermittelt, wofür selbstverständlich eine „Gebühr“ als Provision erwartet wird. Nur stellt sich nachträglich heraus, dass das Ganze lediglich ein Betrug einer gut organisierten Gruppe ist. Selbst eine Speditionsfirma wurde Opfer der Betrüger. In ihrem Namen sollten angeblich Berufsfahrer geprüft und eingestellt werden.

Die Anzeigen erscheinen auf einem kostenlosen Anzeigen-Portal, allerdings ohne dass die Portals-Firma selber etwas damit zu tun hatte. Beim Anruf der in der Anzeige angegebenen Telefonnummer wurde ein Bankkonto genannt, auf das eine Prüfungsgebühr überwiesen werden sollte, was einige Personen auch getan haben. Die Polizei mahnt zu Vorsicht und Zurückhaltung bei anscheinend „zufälligen“ Begegnungen mit Unbekannten in der Nähe der eigenen Wohnung. Diese könnten Informationen sammeln über Wohnverhältnisse, Arbeitsplatz, Aufenthaltsort, Urlaubspläne usw. von Familienmitgliedern. Geld sollte unter keinen Umständen unbekannten Personen anvertraut werden, die im Namen von Familienmitgliedern sprechen oder als Firmen- oder Behördenvertreter auftreten. Im letzteren Fall müssen diese Personen sich mit einem gültigen Ausweis legitimieren. Ansonsten sollte ihnen auch der Zugang in die Wohnung nicht gestattet werden.

Kommentare zu diesem Artikel

Sraffa, 11.02 2015, 00:51
Hat es alles in Deutschland auch schon gegeben. Die Methoden der Kriminellen sind doch überall gleich.

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