Bewohner von Rast ziehen nicht in die neuen Häuser

Der Staat hatte 2006 15 Millionen Euro investiert

Freitag, 15. März 2013

Bukarest (Mediafax/ADZ) - Eine recht merkwürdige Situation hat sich in der Gemeinde Rast, Kreis Dolj ergeben: Diese war 2006 von der Donau überschwemmt worden und die Bewohner hatten monatelang in Zelten auf offenem Feld überlebt. Damals hat der Staat 15 Millionen Euro zur Verfügung gestellt, um weiter entfernt vom Überschwemmungsgebiet ein neues Dorf zu bauen. So wurden 841 Häuser errichtet. In diesen sind aber nur 300 Familien geblieben, weil sei keinen anderen Ausweg hatten. Die anderen sind, nachdem sich das Wasser zurückgezogen hatte, wieder ins alte Dorf übersiedelt: Offensichtlich sagt ihnen die Nähe zur Donau mehr zu, oder sie haben im alten Dorf mehr Platz für ihre Gärten und Bauernhöfe.

Dazu äußert der Bürgermeister der Gemeinde Rast, Ion Silişteanu, dass er 2006 mit allen Familien gesprochen habe, die ohne Dach über dem Kopf geblieben waren und alle hätten erklärt, dass sie in neue Häuser einziehen wollen. Er versuche noch immer, die Leute zu überzeugen, in den neuen Häusern zu wohnen und zu arbeiten, „aber vergebens“.

Im April 2006 sind von der Donau auch die Gemeinden Bistreţ und Măceşul de Jos überschwemmt worden sowie der Südteil der Ortschaft Bechet.

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