Bindung zwischen hier und drüben gesichert (II)

Publikationen der Heimatortsgemeinschaften in Deutschland immer inhaltsreicher

Sonntag, 31. Januar 2016

„Kronstädter Mitteilungsblatt“
(Nr. 2, Dezember 2015)

Wie im Impressum vermerkt ist, wird das „Kronstädter Mitteilungsblatt“ im Auftrag der Heimatgemeinschaft der Kronstädter herausgegeben und „dient ausschließlich der Unterrichtung eines bestimmten Personenkreises. Es erscheint in Schorndorf einmal im Jahr“ (Format A4).

Eingeleitet wird diese nun 2. Ausgabe der Heimatgemeinschaft der Kronstädter mit Gedanken zum Jahreswechsel, verfasst von dem Vorsitzendem Anselm Honigberger. Er bietet darin einen Rückblick auf die verflossenen zwei Jahre, seit dem die 1. Ausgabe der neuen Publikation sich an ihre Leser wenden konnte. Es folgen statistische Daten der Kronstädter kirchlichen Honterusgemeinde und aus der Bartholomäer Kirchengemeinde. Die beiden Heimatgemeinschaften der Kronstädter haben sich bekanntlich in Deutschland zusammengeschlossen. In der Heimat ist das noch nicht geschehen.

Danach steht der ansprechende Bericht von Dr. Albrecht Klein, den er beim Bartholomäusfest am 23. August 2015 gehalten hat und der viel Anklang fand. Es folgen mehrere Informationen über die Tagung der Regionalgruppe Burzenland, die im Vorjahr im April in Crailsheim stattgefunden hat, über das Projekt der Genealogie der Siebenbürger Sachsen, das unter der Schirmherrschaft des Arbeitskreises für Siebenbürgische Landeskunde e.V. Heidelberg steht, ferner zu Goldener Konfirmation und 45-jährigen Abiturtreffen, die im Juli 2016 stattfinden sollen. Ein Kurzbericht von Karl Einschenk über eine Urlaubsreise nach Rumänien mit einem reichen Bildanhang, Eindrücke vom Honterusfest, das im Juli 2015 in Pfaffenhofen stattgefunden hat, und Familieninformationen sind ebenso in der Ausgabe enthalten. In seinen Recherchen geht Karl-Heinz Brenndörfer auf den ehemaligen Schneidermeister in der Altstadt, Anton Stein, ein.

Die rund 40 Seiten umfassende Publikation kennzeichnet sich auch durch eine vielseitige Illustration, die sehr ansprechend für den Leser ist.
 

„Marienburger Nachrichten“
(Nr. 49, 34. Jahrgang, Weihachten 2015)

Die Publikation der Marienburger HOG hat im Laufe weniger Jahre eine wichtige Wandlung durchgemacht. Erschien sie noch vor wenigen Jahren in Schwarz-Weiß-Druck, mit zusammengehefteten Seiten, wird diese nun schon seit längerer Zeit in Farbdruck, mit einem reichen Inhalt und vielseitiger Illustration herausgebracht. Auch diese Ausgabe umfasst über 50 Seiten, im A4 Format. Die beiden Umschlagseiten zeigen Ansichten der Marienburger Kirchenburg von Daniel Groza. In ihrem kurzen Geleitwort lädt HOG-Vorsitzende Brunhild Schoppel-Groza u.a. zu dem 19. Marienburger Treffen ein, das in Nürnberg am 15. Oktober 2016 stattfinden wird. Über die Wahl des Vorstandes der Regionalgruppe der Burzenländer Heimatortsgemeinschaften berichtet Bernddieter Schobel.
Besonders ansprechend für die Marienburger Leser sind Berichte über ein Winterwochenende im Bayerischen Wald, von Miriam Schnell gezeichnet und über eine Motorradreise nach Siebenbürgen und in die Maramuresch von Udo und Elfi Schnell.

Der 2. Teil des Berichtes von der Deportation von Karla Schuster, die Liste der Marienburger, die 1945 deportiert wurden, die Erinnerungen von Hans Mendgen über die bedingungslose Kapitulation der deutschen Wehrmacht am 8. Mai 1945 sind weitere aufschlussreiche Materialien aus dem Inhalt dieser ansprechenden Ausgabe. Enni Janesch stellt den Turm der Erinnerungen in Drabenderhöhe vor. Weitere Berichte vom Verbandstag in Bonn und über die Tagung der Siebenbürgisch-Sächsischen Heimatortgemeinschaften in Bad Kissingen bieten dem Leser Einsicht in die Problematik des Verbandes der Siebenbürger Sachsen. Berichte aus der Heimat, zum Teil auch aus unserer Zeitung übernommen, Familieninformationen, zahlreiche Fotos zum Großteil von Daniel Groza, runden diese aufschlussreiche und lesenswerte Ausgabe der „Marienburger Nachrichten“ ab.
 

„Neustädter Nachrichten“
(Nr. 207, Jahrgang 58, Winter 2015)

Die 1945 erfolgte Deportation zur Zwangsarbeit in die Sowjetunion steht mit mehreren Erinnerungen und Beiträgen im Vordergrund dieser Ausgabe der „Neustädter Nachrichten“. In ihrem Vorwort dankt die Verantwortliche für die Redaktion Beate Schramm „allen, die den Mut und die Kraft hatten, von diesen schlimmen Jahren zu erzählen“.

Eingeleitet wird diese neueste Ausgabe mit einer Weihnachtsbotschaft von Pfarrer Uwe Seidner (der auch die Heimatgemeinde betreut) die er an die Neustädter von hier und drüben richtet.
Ebenfalls über Jahre der „Zwangsarbeit“, die man aus heutiger Sicht als solche betrachten kann, schreibt Peter Lukesch, der von 1954 – 1956 in mehreren Arbeitseinheiten als Soldat im Land gedient hat. Die zu diesen einberufenen Soldaten, die „nicht eine gesunde Herkunft“ vorweisen konnten, wie es damals hieß, wurden besonders auf großen Baustellen, aber auch in der Landwirtschaft zu schwerster Arbeit eingesetzt. Diese Enthüllungen, wie die Berichte zur Deportation, sind vor allem für die Jugend aufklärend, um zu erfahren, welchen Verstößen gegen die Menschenrechte ihre Vorfahren in den Jahren des Kommunismus ausgesetzt worden sind. Eine weitere ansprechende Dokumentation, in der Hannelore Baier mit Dr. Heinz Günther Hüsch über der Freikauf der Rumäniendeutschen spricht, wird als 4. Folge veröffentlicht.

In dem vielseitigen Inhalt dieser Ausgabe sind ferner Berichte enthalten, wo Autoren ihr Herkunftsland beschreiben, wie sie es kürzlich auf Fahrradtouren – so Herbert Liess – erlebten. Auch andere Reisen mit dem Fahrrad werden von Manfred Roth oder Erika Abraham gezeichnet. Die Neustädter wandern aber auch gerne zu Fuß. Über die zum Kaiserstuhl vorgenommene Herbstwanderung berichtet Renate Chrestels.

Dass die Neustädter überall ihrer Gemeinde Ehre machen, ist auch der Würdigung für Artur Porr zum 80. Geburtstag zu entnehmen, der an der Spitze der Stadtwerke Herten, mit Kompetenz beste Arbeit leistete. Aus der Heimatgemeinde berichtet wie üblich Elke Gheorghe. Aber auch andere Informationen über Neustadt im Burzenland sind im Inhalt der Ausgabe enthalten. Die weiteren Berichte, Lesematerialien, Familieninformationen, die zahlreichen sehr ansprechenden Illustrationen runden den Inhalt der 64 Seiten – A4 Format – umfassenden, sehr lesenswerten Publikation ab.
 

(Fortsetzung folgt)

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