Bis Ende März Wildzählung im Kreis Temesch

Es gibt 23 Forstgebiete mit Wildbestand

Mittwoch, 20. März 2013

Temeswar - Der Frühling steht auch im Kreis Temesch vor der Tür, nicht nur in den Stadtparks, sondern auch in der Natur, auf den grünenden Fluren und in den Wäldern: Nicht nur die Jäger und Sportangler rüsten in der Vorfreude ihrer Frühjahrsbeute auf, auch die Verwalter der Jagdgebiete und Forstreviere, Hand in Hand mit den Umweltschützern.
Auf Kreisebene bereitet man sich nach dem gesetzlich vorgeschriebenen Stillstand während der Wintermonate auf die nötige Zählung des Wildbestands vor. Bis Ende des Monats März werden gemischte Kontrollgruppen, bestehend aus Inspektoren vom Temescher Forst- und Jagdinspektorat, der Temescher Umweltschutzbehörde, der Umweltschutzpolizei und Vertreter von mehreren Nichtregierungsorganisationen eine aktuelle Bestandsaufnahme und Zählung der im Kreis Temesch unter striktem Schutz stehenden Wildarten (Braunbär, Wolf, Luchs und Wildkatze) vornehmen.

Sämtliche Daten werden dem Umweltministerium zugesandt, um die erforderlichen Schutzmaßnahmen und Korrekturen für das laufenden Jahr vorzunehmen. Im Kreis Temesch, dessen Gesamtfläche zum Großteil der Tiefebene anzurechnen ist, befindet sich der Wildbestand durch die Landwirtschaft und die Verstädterung, durch unkontrollierte Abholzung und Wilderung vor allem in der Hügelgegend, verstärkt unter Druck. Hier die noch bestehenden 23 Temescher Forstgebiete mit Wildbestand, die Jahr für Jahr stets neue und zusätzliche Schutzmaßnahmen erfordern: Charlottenburg, Nadăş, Surduk, Margina, Drinova, Tapia, Valea Lungă, Pădureni, Brestovăţ, Paniova, Bethausen, Fatschet, Luncani, Traian Vuia, Belinţ, Busiasch, Macedonia, Pieni, Aljosch, Nadrag, Cralovăţ, Cocor und Visag.

Die Kontrolle und die strikten Schutzmaßnahmen erscheinen heuer, mehr als in den Vorjahren, lebensnotwendig für den Temescher Wildbestand, kommen doch, wie überall im Land auch im Kreis Temesch, verstärkt Nachrichten von illegalem Abforsten, von Holzdiebstahl aber auch von Wildern oder exzessivem Jagen. Nicht zu vergessen die wohl populären, aber schwer verständlichen und wenig vorausschauenden, schädlichen Maßnahmen des rumänischen Umweltministeriums von September 2012: Das Ministerium gewährte im Vorherbst zur Freude der Jäger, aber zum Leidwesen der Umweltschützer und Liebhaber unserer Fauna, eine höhere Jagdquote für das heimische fleischfressende Großwild und zwar landesweit u.a. das Jagen von 365 Braunbären, 520 Wölfen und 420 Wildkatzen.

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