Bislang nur drei Auslandsinvestoren

Handelsregister des Banater Berglands hatte 2012 wenig zu tun

Sonntag, 19. Februar 2012

Reschitza - Im Banater Bergland sind beim Handelsregister des Kreisgerichts in Reschitza gegenwärtig 10.847 Firmen registriert. Dies der Stand vom 31. Januar 2012. Im Januar wurden beim Handelsregister 87 Firmen eingetragen, davon mehr als Hälfte (46) als Ein-Mann/Frau-Unternehmungen, also Gründungen von natürlichen Personen, entweder in der Eigenschaft als "autorisierte natürliche Personen"(rumänisches Kürzel: PFA, 35 Firmen) oder als "echte" Ein-Mann/Frau-Unternehmeungen (auch „Induvidualunternehmen“ beim Handelsregister – 11 im Januar).
 

41 Firmen sind als Rechtspersonen registriert worden, in ihrer überwiegenden Mehrheit als Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbH). 68 der Unternehmungen, die im Januar 2012 neu angefangen haben, sind im städtischen Raum gegründet worden (bzw. in den acht Städten des Banater Berglands), 19 im ländlichen Raum, in den Gemeinden und sogar Dörfern des Verwaltungskreises Karasch-Severin. Trotzdem: gemessen an einer Gesamtbevölkerung des Verwaltungskreises von 274.277 Personen zeugt die Zahl der Neugründungen von Firmen nicht gerade vom Unternehmergeist der Bewohner des Banater Berglands - eine historisch vor allem als verlässliche Arbeit-Nehmer gewachsene Bevölkerung.
 

Irgendwie bezeugt diese Tatsache auch das Profil der Unternehmungen. Denn in einem Ranking der Neugründungen - und das ist seit der Liberalisierung der Wirtschaft nach der Wende unverändert - führen die Unternehmungen, die ihr Geld mit Handel machen möchten, nicht mit Produktion. Wertschöpfung rangiert auf einem der hinteren Ränge der Firmenprofile und wenn, dann eher als Zulieferungen bzw. primäre Verarbeitung von Rohstoffen. Denn die nächsten Ränge nach dem glatt führenden Handel nehmen die Landwirtschaft, die Forstwirtschaft (anscheinend gibt es noch Wälder im Banater Bergland, die gefällt werden "müssen") und die Fischzucht (sowohl als Fischfang, am linken Ufer des Donaustausees, aber auch als Fischzucht, wobei da wohl die EU-Förderungen zu diesem Zweck in Anspruch genommen werden sollen. Auf Rang fünf folgen Dienstleistungen, allen voran wieder einmal Wachtdienste, wo Offiziere i.R sich ein Zubrot zur nicht allzu kargen Frührente verdienen.
 

Auslandsinvestitionen kamen aus den USA, Italien und Frankreich, doch die Investitionen in die drei Neugründungen sind nicht weiter nennenswert.

Hingegen ist die Zahl der aus dem Handerlsregister gestrichenen Firmen auch im Januar 2012 relativ groß gewesen: 48 Streichungen, 121 Auflösungen, 24 zeitweilige Tätigkeitseinstellungen - glatt mehr als das Doppelte der Neugründungen. Bloss elf Firmen meldeten die Wiederaufnahme ihrer Tätigkeit an.

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