Bistritz früher und heute

Ein Nachmittag in der frisch restaurierten Altstadt

Samstag, 13. August 2016

Die Innenstadt von Bistritz/ Bistriţa hat sich in den letzten Jahren sehr verändert. Nach dem EU- Beitritt Rumäniens wurde die Stadt großzügig subventioniert. Vor allem die Innenstadt wurde restauriert. Insgesamt sind rund 45 Millionen Lei in den Ausbau des großen Parks, der Straßen sowie unter anderem auch in den Kulturpalast geflossen. Der vom Wiener Architekten Peter Paul Brang erbaute ehemalige sächsische Gewerbeverein wurde zwischenzeitlich in Kulturhaus „George Coşbuc“ umbenannt und konnte im März dieses Jahres als Kulturpalast wiedereröffnet werden. Die Arbeiten begannen im Jahr 2011 und wurden 2015 abgeschlossen. Der Kultur-Palast wird die unterschiedlichsten Veranstaltungen von Konzerten, Theater- und Literaturfestivals, bis zu Folkloredarbietungen und Rockfestivals beherbergen. Der Vorplatz wurde umgestaltet durch neue Brunnenanlagen und sogar die alte Festungsmauer wurde architektonisch mit einbezogen. Die Innenstadt wurde teilweise für Autos gesperrt, sodass eine gemütliche Fußgängerzone mit vielen Cafés und Bars entstanden ist. Der große Park bietet moderne Spielplätze, Fahrradwege sowie viele Bänke zum Entspannen und einen Teich mit bunten Koi-Karpfen.

Zum 450. Jubiläum der Evangelischen Stadtpfarrkirche 2013 konnten auch die Restaurierungsarbeiten abgeschlossen werden, die durch den katastrophalen Brand 2008 einen argen Rückschlag erlitten hatten. Besonders der 75 Meter hohe Turm war davon betroffen. Durch die Restaurierungsarbeiten erhielt er nun sogar einen Aufzug. Interessierte können für wenige Lei mit dem Aufzug hinauffahren und haben einen Panoramablick über Bistritz. Ganz in der Nähe am Kornmarkt befinden sich die Patrizierhäuser aus dem 15. und 16. Jahrhundert mit ihren malerischen Arkaden, an deren Ende das „Silberschmiedehaus“ (Casa Argintarului) liegt. Das aus der Renaissance stammende Bauensemble wurde ebenfalls umfänglich restauriert und 2015 als Museum zur Geschichte der Siebenbürger Sachsen eingerichtet, wobei es gleichzeitig auch als deutsches Kultur- und Begegnungszentrum dient.
Im Anschluss kann man in einem der nahegelegenen Cafés den Nachmittag ausklingen lassen. Ein besonderer Tipp sei hier das „Viena Café“ auf der Liviu-Rebreanu-Fußgängerzone, welches derzeit eine Ausstellung des Künstlers Manfred Hein beherbergt.

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