Blauzungenseuche im Kreis Buzău ausgebrochen

Vizepremier beruft Landeskomitee für Notsituationen ein

Donnerstag, 28. August 2014

Betroffen sind derzeit mehr als zwei Dutzend Rinder- und Schafbestände aus sieben Ortschaften des Verwaltungskreises Buzău.
Symbolfoto: freeimages.com

Bukarest (ADZ) - Die Nationale Sanitär-, Veterinär- und Lebensmittelsicherheitsbehörde ANSVSA hat am Dienstag den Ausbruch der Blauzungenkrankheit (Bluetongue, BTV) bei Tierbeständen in Buzău bestätigt. Es handelt sich um eine anzeigepflichtige virale Infektionskrankheit bei Wiederkäuern. Laut ANSVSA ist Brüssel bereits über den BTV-Ausbruch hierzulande unterrichtet worden; betroffen sind derzeit mehr als zwei Dutzend Rinder- und Schafbestände aus sieben Ortschaften des Verwaltungskreises Buzău.
Vizepremier Gabriel Oprea berief umgehend das Landeskomitee für Notsituationen ein: Damit eine Ausbreitung der Seuche verhindert wird, stehen zurzeit alle betroffenen Ortschaften unter Quarantäne, Viehmärkte wurden untersagt, die erkrankten Tiere sollen notgeschlachtet werden.

Die Infektionskrankheit exotischen Ursprungs wird vom Orbivirus aus der Familie der Reoviridae hervorgerufen, die Ansteckung erfolgt über blutsaugende Insekten, ergo nicht von Tier zu Tier. Symptomatisch sind Ödeme der Maul- und Nasenschleimhäute, während eine sichtbare Zyanose bzw. Blauverfärbung der Zunge eher selten auftritt.
Ausdrücklich verwies die ANSVSA darauf, dass für Menschen keine Ansteckungsgefahr besteht und Fleisch- sowie Milchprodukte bedenkenlos verzehrt werden können. BTV-Ausbrüche meldeten in den letzten Wochen auch das benachbarte Bulgarien sowie mehrere südeuropäische EU-Staaten.

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