„Bleibende Schäden für die Umwelt“

SKV spricht sich gegen Windparkprojekt in der Nachbarschaft der Hohen Rinne aus

Freitag, 26. Juli 2013

Kronstadt - Noch gibt es keine klare Antwort der zuständigen Behörden auf die Einwände und Proteste mehrerer Organisationen und Verbände sowie zahlreicher Privatpersonen im Zusammenhang mit dem Projekt des Windparkes, der in der Nähe der Hohen Rinne/Păltiniş (Kreis Hermannstadt/Sibiu) entstehen soll. Der Windpark der von „SIFEE Wind Energy“, eine GmbH mit Sitz in Hermannstadt, errichtet werden soll, wird voraussichtlich aus 29 Windrädern bestehen mit einer Höhe von je 150 m (siehe auch die ADZ vom 16. Januar 2013: „Windräder im Zibinsgebirge“ von Holger Wermke).

Auch der Siebenbürgische Karpatenverein (SKV) hat in dieser Sache Stellung bezogen. In einem Schreiben an das regionale Umweltschutzamt Hermannstadt vom 21. Januar dieses Jahres heißt es schlussfolgernd: „Die notwendigen Zufahrtswege, die Baustelle und das Aufstellen auf einer sehr großen Fläche von riesigen, lauten und ständig in Bewegung befindlichen Anlagen werden nicht wieder gut machbare Schäden der Umwelt und dem Tourismus zufügen, was in keinem Verhältnis stehen kann zu dem ökologischen Nutzen, den die Windräder in einigen Dutzend Jahren bringen.“ Es wird auch hervorgehoben, dass der Standort (das Gebiet Bătrâna – Cindrel-Gipfel) genau auf der zukünftigen Trasse des Europäischen Fernwanderweges E3 liegen wird. Der rumänische Abschnitt von E3 (der erste Fernwanderweg, der Rumänien mit dem europaweiten Fernwandernetz verbindet) wurde bereits von der Europäischen Wandervereinigung (EWV) bewilligt.

Um die noch bestehenden ursprünglichen Naturlandschaften, die wichtigste Voraussetzung für die Tourismusförderung, in diesem Gebiet nicht aufs Spiel zu setzen, sei es notwendig, von diesem folgenschweren Eingriff in die Natur abzusehen. „Unser Verein widersetzt sich der Umsetzung dieser Investition an dem angegebenen Standort und fordert von den zuständigen Behörden, die schwerwiegenden negativen Einwirkungen dieses Projektes in Betracht zu ziehen“, heißt es abschließend in dem SKV-Schreiben, das Geschäftsführer Marcel Şofariu unterzeichnet.

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