Blicke aus der beseelten Zwischenwelt

Ausstellung von Tudor Plăieşu im Schillerhaus: „Hyperborea II“

Samstag, 21. März 2015

Kuratorin Meda Popea und Mariana Duliu, Direktorin des Kulturhauses „Friedrich Schiller“, bei der Vernissage der Ausstellung „Hyperborea II“. Foto:George Dumitriu

Ein gutes Glas Rotwein kann niemand verwehren, dachten sich wohl die Veranstalter – und dies gleich im doppelten Sinn: Hingen doch bei der Vernissage der Ausstellung „Hyperborea II“ des Malers Tudor Plăieşu am Freitag, den 13. März, im Kulturhaus „Friedrich Schiller“ unter anderem zwei wie hingegossene Frauenantlitze aus rötlichen Pinselstrichen an der Wand: Gesichter in Rotwein auf edlem Papier. Edler Wein im gläsernen Schwenker zur Verkostung, aus dem Keller Rothenberg vom Weingut Ceptura (Dealu Mare), ergänzte das Angebot für die Sinne.

Mit Geistigem, diesmal für die Seele, geht es weiter: Miniaturen wilder Tiere auf Pergament, das „Bestiarium“, mithilfe einer alten armenischen Technik gemalt und auf dicken Holzrahmen effektvoll in Szene gesetzt. Werke in Öl mit mythischen Wesen: Feen, Drachen, Engel. Halbgötter aus der einheimischen Mythologie: „Zmei“ und „Sânziene“. Auf der Leinwand kreiiert der Künstler, der zwischen Rumänien und Deutschland pendelt und daher auch bei dieser Vernissage nur per Videofilm vorgestellt werden konnte, die Illusion räumlicher Skulpturen. Zeitlose Gesichter, antike und barocke Züge verschmelzen im geschichtslosen Raum. Die pinselführende Hand eines Wesens reicht aus ihrer Dimension hinaus, in eine andere Ebene hinein – ist es die Überseele, die ihre eigene Realität erschafft? Wir wissen nicht, was sich der Künstler gedacht hat, doch schon die Titel – „Stadtengel“, „Obertöne“, „Gilgamesch“ oder „Elegie der Ebenen“ – regen die Phantasie an wie eine zum Schwingen gebrachte Saite.

Das mythologische Universum, in alten und modernen Maltechniken verkörpert, auf verschiedensten Oberflächen – Leinwand, Leder, oder Holz – charakterisiert den Weg des Künstlers, erklärt Kuratorin Meda Popea. Selbst Kirchenmalerei gehörte einst zum Repertoire von Tudor Pl²ie{u. Im Vordergrund seines Schaffens stehen Gesichter, Kinderporträts, aber auch Tiere. Seine Werke findet man in privaten Sammlungen in Rumänien, Frankreich, Deutschland, Italien, Belgien, Österreich und den USA. 2013 brillierte er in den Ausstellungen „Der abyssale Spiegel“, „Hyperborea“ und der Art Performance „Faces - Extravaganza by Plăieşu“ (mehr auf www.tudorplaiesuvisualartist.blogspot.ro). Die Ausstellung im Schillerhaus ist noch bis zum 27. März zu sehen.

Kommentare zu diesem Artikel

dan, 28.03 2015, 09:48
Ein oberflächlich-schlecht geschriebener Artikel. Man könnte vermuten, daß es bei dieser Ausstellung um die Präsentation von Kitsch für spießige Besucher derselben geht.
Und der Künstler eigentlich, außer daß er hochtrabende Namen benutzt, durch sein Werk nichts aussagt.
Nicht zuletzt der Hinweis auf den Wein... der ist zumindest falsch plaziert.
Frau May scheint auch keine Ahnung von Kunstkritik zu haben..
Aufgrund welcher Legitimität oder Kompetenz darf sie bei der ADZ ihr Unwesen treiben?

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