BNR-Gouverneur Isărescu bezweifelt Eurobeitritt 2019

Mittwoch, 22. April 2015

Bukarest (ADZ) - Der Gouverneur der Rumänischen Nationalbank (BNR), Mugur Isărescu, hat auf einer Konferenz am Montag das Zieldatum 1. Januar 2019 für einen Eurobeitritt Rumäniens angezweifelt. Zwar seien die nötigen Maastrichtkriterien – Beitrittskriterien betreffend Inflation, Zinsniveau, Stabilität des Wechselkurses, öffentlicher Verschuldung und Haushaltsdefizit – alle erfüllt, allerdings sei neben diesen „nominellen“ Kriterien auch eine „reelle“ Konvergenz mit den Ländern der Eurozone wichtiger geworden.

Damit meint Isărescu die Wirtschaftsleistung pro Einwohner, die in Rumänien lediglich halb so groß wie die im EU-Schnitt ist. Man könne sich nicht ohne einen gewissen Lebensstandard in einem „Reichenklub“ gut fühlen, so Isărescu.

Kommentare zu diesem Artikel

Hanns, 22.04 2015, 16:07
@Helmut - da haben Sie wohl recht! Aber solange die PSD-Diebe das Land regieren wird sich weder das Lohn-/Pensionsniveau noch das Sozial- und Gesundheitssystem zum Besseren entwickeln.
Chris, 22.04 2015, 14:02
Das ist natürlich vollkommen richtig Helmut, ich bin auch kein Freund des Euro-Beitritts, aber nicht aus den von dir genannten Gründen. Wären das primäre Gründe, so hätten die Slowakei, Litauen, Lettland oder Estland ebenfalls nicht beitreten sollen. In diesen Ländern lag der Durchschnittslohn zum Beitrittszeitpunkt und teilweise noch heute um die 700 Euro brutto, im Falle Litauens und Lettlands sogar noch darunter. Da kann man wohl kaum sagen, das das dem Niveau der gut entwickelten Euro-Länder entsprach und auch noch lange nicht entspricht...
Helmut, 22.04 2015, 12:49
Ein Eurobeitritt in den innerhalb der nächsten 10/15 Jahre wäre für Rumänien nicht zielführend.
Bevor nicht das Lohn-/Pensionsniveau und Sozial-und Gesundheitssystem annähernd das der gut entwickelten Euro-Länder erreicht hat ist überhaupt nicht daran zu denken.Alles andere wäre ein Wahnsinn auf Kosten der Mehrheit der Bevölkerung.

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