Börse blüht ein wenig auf im Vorfeld der Berichtssaison zum 3. Quartal

Ein Rückblick auf den Handel an der Bukarester Wertpapierbörse

Dienstag, 27. Oktober 2015

Der Umsatz an der Bukarester Börse schoss in der vergangenen Woche in die Höhe, dank des Run auf Erdgas-Aktien. Umgerechnet 105 Millionen Euro betrug der Umsatz allein mit Romgaz-Aktien (SNG, 29,45 Lei, ISIN ROSNGNACNOR3). Verantwortlich für den hohen Umsatz mit SNG-Aktien war ein Ausverkauf seitens des Fonds Proprietatea (FP, 0,82 Lei, ISIN ROFPTAACNOR5). FP stieß fast 16 Millionen SNG-Aktien ab, was einem Anteil von 4,1 Prozent entspricht. 14,7 Millionen reine Aktien und 1,28 Millionen Zertifikate auf SNG-Aktien wurden so verkauft. Das hatte Auswirkungen auf den Preis der Aktien, sie fielen auf Wochensicht um 2,8 Prozent. In der Woche zuvor hatte die Aktie schon 0,6 Prozent an Wert verloren, aufgrund der Ankündigung des Ausverkaufs durch FP. Der Verkäufer hingegen profitierte von der Aktion, FP-Aktien – erneut unter den umsatzstärksten Papieren – legten auf Wochensicht 3,8 Prozent zu und kletterten somit deutlich über die 0,8-Lei-Marke. Hinsichtlich Romgaz-Aktien, die durch den Verkauf erst einmal unter die 30-Lei-Marke rutschten, besteht eigentlich kein Grund zur Sorge. Die Aktien dürften sich wieder verteuern, wenn die Quartalszahlen des Unternehmens vorliegen.

SIF Gesellschaften legen Quartalsergebnisse vor

Durch den Wertverlust der SNG-Aktien wurde auch der BET-NG-Index in Mitleidenschaft gezogen. Er war der einzige Index, der die vergangene Woche im Minus schloss. Nach einer verlustreicheren Vorwoche, in der sämtliche Indizes mit Kursverlusten schlossen, gab es für die Bukarester Börse ein kleines Comeback. Die Kursgewinn lagen zwischen 0,4 Prozent für den allgemeinen Index BET sowie für den BETPlus-Index und 1,37 Prozent für den ROTX-Indes. Der Finanzwerte-Index BET-FI legte 1,1 Prozent zu. Vor allem trug FP dazu bei, die in diesem Index noch abgebildeten SIF-Investmentgesellschaften schlossen die Handelswoche uneinheitlich. Das ist auf die Quartalszahlen für das dritte Quartal dieses Jahres zurückzuführen. Die SIF-Gesellschaften haben seit Jahresbeginn allesamt ihre Vermögenslage verbessert, doch für die meisten verschlechterte sich das Ergebnis. Nur SIF Transilvania (SIF3, Lei, ISIN ) und SIF Moldova (SIF5, Lei, ISIN ) konnten ihre Gewinnlage verbessern. SIF3 verdoppelte fast den Gewinn nach 9 Monaten auf umgerechnet 11,4 Millionen Euro. Dafür gab es in der vergangenen Woche ein Plus von 2,4 Prozent. SIF5 konnte trotz eines satten Gewinnsprungs von fast 100 Prozent auf umgerechnet 31,6 Millionen Euro nicht profitieren.

Manche Bank-Aktien legen wieder zu

Die vergangene Handelswoche war auch für Bank-Aktien eine gute Woche. Der Kurszuwachs der Aktien der Erste Bank (EBS, 120 Lei, ISIN AT0000652011) verhalf dem ROTX zu einem Wochenplus von 1,37 Prozent. Doch auch andere Banken konnten in der vergangenen Woche zulegen. So geschehen bei der Banca Transilvania (TLV, 2,42 Lei, ISIN ROTLVAACNOR1), die die Woche mit einem Gewinn von 1,46 Prozent abschloss. BRD (BRD, 11 Lei, ISIN ROBRDBACNOR2) konnte die Performance der Vorwoche nicht wiederholen. Auf ein Plus von 1,27 Prozent folgte in der vergangenen Woche ein Minus von 0,9 Prozent.

Ausblick: Berichtsaison beginnt

In dieser Woche beginnt die eigentliche Berichtssaison für das dritte Quartal. Als erstes Unternehmen wird am 30. Oktober Banca Comercială Carpatica (BCC, 0,12 Lei, ISIN ROBACRACNOR6) den Quartalsbericht vorlegen. Im Vorfeld wies der Emittent einen Kursverlust von 2,4 Prozent in der vergangenen Woche aus. Die übrigen an der Bukarester Wertpapierbörse gelisteten Unternehmen werden ihre Quartalsergebnisse in der Zeit vom 2. bis zum 16. November vorlegen.

Devisen

Der Leu geriet in der vergangenen Woche wieder stärker unter Druck. Vor allem der US-Dollar konnte gegenüber der rumänischen Landeswährung kräftig zulegen. Der Zuwachs betrug 0,09 Lei oder 2,37 Prozent. Damit kletterte die amerikanische Währung wieder über die 3,9-Lei-Marke und schloss am vergangenen Freitag, als der Kurs für den gestrigen Montag festgelegt wurde, bei einem Stand von 3,9835 Lei. Sehr nahe der 4-Lei-Grenze, also. Die europäische Gemeinschaftswährung war nicht ganz so stark. Der Euro legte auf Wochensicht 0,01 Lei oder 0,25 Prozent zu und konnte so die Position jenseits der 4,4-Lei-Grenze konsolidieren.

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