Börse entwickelt sich uneinheitlich und schließt mit leichtem Minus

Ein Rückblick auf den Handel an der Bukarester Wertpapierbörse

Dienstag, 15. April 2014

Der Handel startete eher verhalten in der vergangenen Woche. Der Tagesumsatz lag bei nur vier Millionen Euro ungewöhnlich niedrig. Am Ende des ersten Tages stand fest: Die Handelswoche würde uneinheitlich verlaufen. Der Dienstag schien bei fast 60 Prozent mehr Umsatz hingegen einen Trend vorzugeben: nach unten. Beide Aussagen treffen schließlich auf die Wochenperformance der Bukarester Wertpapierbörse zu. Die Indizes verhielten sich uneinheitlich und die Börse schloss am Ende der Woche im Minus. Mit einem Durchschnitt von umgerechnet fünf Millionen Euro war der Umsatz in der vergangenen Woche auch nicht berauschend.

Im Wochenrückblick verlor die Börse mit nur 13 Punkten (0,39 Prozent) sehr wenig, blieb aber in der Verlustzone. Der Hauptindex BET-C lag am Freitagabend bei 3247,78 Zählern. Der Index der umsatzstärksten Aktien hatte eine ähnliche Performance, der BET verlor nämlich 16,3 Punkte oder 0,25 Prozent und schloss bei 6435,31 und damit weiterhin knapp unter der 6500-Punkte-Marke. Mit einem Verlust von 3,39 Prozent (973,72 Punkte) bildete der Finanzwerte-Index erneut das Schlusslicht der Indizes. Einen Lichtblick gab es dennoch: Der Energiewerte-Index BET-NG legte 3,1 Punkte zu auf 661 Zähler.

Unter den größten Verlierern der Woche befanden sich zwei SIF-Investmentgesellschaften. SIF Transilvania SA (SIF3, 0,4727 Lei, ISIN ROSIFCACNOR8) und SIF Muntenia SA (SIF4, 0,726 Lei, ISIN ROSIFDACNOR6) verloren 8,5 beziehungsweise 10,5 Prozent. SIF Muntenia hat in der Vorwoche ein Übernahmeangebot für den Bukarester Pharmahersteller Biofarm SA (BIO, 0,3012 Lei, ISIN ROBIOFACNOR9) vorgelegt, in Höhe von 150 Millionen Lei.

SIF4 ist mit knapp 33 Prozent der größte Anteilseigner am Pharmaunternehmen. Anleger haben nun Sorge, dass die Investmentgesellschaft kein Geld mehr für eine Dividendenauszahlung übrig bleibt. SIF Transilvania hingegen überraschte die Anleger negativ mit geringen Gewinnaussichten in diesem Jahr. Mit 51 Millionen Lei dürfte der gerade noch ein Viertel des vorjährigen Gewinns ausmachen. Dennoch hätte das Unternehmen noch Interesse, das marode Chemiewerk Oltchim zu übernehmen, wie Anfang April bekannt wurde. Unter diesen Umständen scheint die Investmentgesellschaft bei den Anlegern in Ungnade gefallen zu sein. Dennoch könnte der niedrige Aktienkurs eine gute Einstiegschance bieten.

Am anderen Ende der Skala standen wieder einmal die Aktien des Hüttenwerks der griechischen Alumil-Gruppe Alumil SA (ALU, 1,598 Lei, ISIN ROALUMACNOR8). Die Aktien legten 15,46 Prozent zu, vermutlich wegen der Ankündigung, in diesem Jahr 4,5 Millionen Euro als Dividende ausschütten zu wollen. Das ergibt eine Rendite in Höhe von 0,64 Lei je Aktie. Alumil hat zuletzt 2010 Dividende ausgeschüttet, damals in Höhe von 0,08 Lei je Aktie.

Rasdaq

Die gute Laune der Vorwoche scheint am Sekundärmarkt in der 15. Kalenderwoche verflogen zu sein. Die Umsätze lagen diesmal sogar auch mit Sonderdeals im üblichen Bereich. Im Durchschnitt wurden pro Tag daher nicht einmal umgerechnet 100.000 Euro mit Aktien am Sekundärmarkt umgesetzt. Auch der Hauptindex Rasdaq-C fand keine Unterstützung im Markt. Er verlor auf Wochensicht 0,4 Prozent. Immerhin bleibt das Ziel bei 1400 Punkten noch in greifbarer Nähe.

Devisen

Uneinheitlich wie die Aktienindizes entwickelten sich auch die Devisen. Der Euro konnte sich zum Leu um 0,03 Prozent leicht behaupten und konsolidierte seine Position jenseits der 4,45-Lei-Marke bei 4,4620 Lei (Stand vom vergangenen Freitag). Der US-Dollar hingegen zeigte seine Schwäche und verlor gegenüber dem rumänischen Leu 1,24 Prozent. Am vergangenen Montag kostete ein US-Dollar 3,2130 Lei, 0,04 Lei weniger als noch vor einer Woche – und damit deutlich unter der 3,25-Lei-Marke.

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