Börse erhält Dämpfer, Pharma-Aktien können sich behaupten

Ein Rückblick auf den Handel an der Bukarester Wertpapierbörse

Dienstag, 28. Januar 2014

Der Aktienmarkt in Bukarest erlebte eine erste ernstere Kurskorrektur in der vergangenen Woche. Bei niedrigen Tagesumsätzen zwischen 3,9 und 9,8 Millionen Euro und einem Durchschnitt von 6,8 Millionen Euro verloren sämtliche Indizes an der BVB an Wert auf Wochensicht. Am stärksten traf es dabei den Finanzwerte-Index mit einem Minus von 2,2 Prozent (713,71 Punkte) auf 31.400,83 Punkten. Der Marktindex selber, BET, verlor einen Prozent und fiel auf 6.493,57 Punkte zurück. Auch der Index der zehn umsatzstärksten Aktien (BET-C) schloss sich dieser Entwicklung an mit einem Wochenverlust von 1,2 Prozent (3.363,42 Punkte). Knapp 1,4 Prozent verlor der ROTX-Index, der dabei auf einen Stand von 13.263,55 Punkten zurückfiel. Mit einem Minus von 1,1 Prozent schließt der Energiewerte-Index BET-NG (670,42 Punkte) den Überblick über die Entwicklung der BVB-Indizes in der dritten Kalenderwoche dieses Jahres ab. Die von 31,46 Milliarden Euro auf 31,11 Milliarden Euro rückläufige Marktkapitalisierung deutet auf allgemeine Kursverluste der rumänischen Aktien hin.

Tatsächlich wiesen 58 der insgesamt 82 an der Hauptbörse gelisteten Aktien Kursverluste aus. Größter Wochenverlierer mit einem Minus von 13,9 Prozent ist der Hersteller von Anlagen für die Erdölindustrie Uztel SA (UZT, 3,244 Lei, ISIN ROUZTEACNOR5). Die Kreditoren des insolventen Unternehmens haben die Frist für den Plan zur Umorganisierung verlängert. Das heißt, dass das Unternehmen noch ein Jahr lang in der Insolvenz verharren dürfte – keine Aussicht, die Anleger gefallen würde. Weitere Verlierer der Woche waren der Betreiber des Hotels Calipso in Großwardein/Oradea (CAOR, 1,7 Lei, ISIN ROCAORACNOR9) und der Düngemittelhersteller Amonil SA (AMO, 0,0082 Lei, ISIN ROAMOIACNOR7), einem Spekulationsobjekt, das in den vergangenen Wochen zu Höchstwerten gelangt war. Ähnlich erging es auch dem Elektrounternehmen Electroargeş SA (ELGS, 0,77 Lei, ISIN ROELGSACNOR6). Aber auch sonst sichere Anlagen wie das Pharmaunternehmen Biofarm SA (BIO, 0,278 Lei, ISIN ROBIOFACNOR9), der mit einem Minus von 6,7 Prozent einen überdurchschnittlichen Kursverlust aufwies, verunsicherten den Markt.

Das soll dem Image der Pharma-Aktien als „sichere Hafen“ nicht stören. Unter den wenigen (11) Gewinnern der Woche befinden sich drei weitere Emittenten aus der Pharmabranche. Es handelt sich dabei um Antibiotice SA (ATB, 0,619 Lei, ISIN ROATBIACNOR9), Farmaceutica Remedia SA (RMAH, 0,3 Lei, ISIN RORMAHACNOR2) und Zentiva SA (SCD, 1,14 Lei, ISIN ROSCDBACNOR8).

Rasdaq

Der Sekundärmarkt Rasdaq konnte in der vergangenen Woche nicht wirklich überzeugen. Ähnlich wie der Hauptmarkt herrschte auch am Freien Markt eher Lustlosigkeit. Die durchschnittlichen Tagesumsätze bezeugen das. Im Durchschnitt wurden umgerechnet 77.743 Euro am Sekundärmarkt pro Tag umgesetzt. Das ist auch für diesen Markt extrem wenig. Nur am vergangenen Mittwoch kam etwas Leben in den Sekundärmarkt, als etwas mehr als 100.000 Euro umgesetzt wurden. Der Hauptindex folgte dem allgemeinen Trend. Er verlor auf Wochensicht 4,34 Punkte oder 0,3 Prozent und schloss bei 1.426,20 Punkten.

Devisen

Der rumänische Leu konnte in der vergangenen Handelswoche etwas Boden wieder gut machen gegenüber Euro und US-Dollar. Allerdings fielen die Kursgewinne recht mager aus. Zum Euro konnte sich der Leu auf Wochensicht um 0,04 Prozent behaupten. Damit kostete ein Euro am Montag amtlich 4,528 Lei. Immer noch viel im Vergleich zu den Wochen zuvor. Der US-Dollar verlor zum Leu schon etwas mehr. Hier betrug der Verlust 0,57 Prozent. Somit wurde ein US-Dollar am Montag bei 3,3109 Lei gehandelt.

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