Börse erholt sich leicht nach tieferem Fall – noch kein Trend erkennbar

Ein Rückblick auf den Handel an der Bukarester Wertpapierbörse

Dienstag, 11. März 2014

Die Bukarester Wertpapierbörse BVB startete im Zeichen der Krise in der Ukraine. Am ersten Handelstag der vergangenen Woche verzeichneten alle Indizes an der BVB ein kräftiges Minus, im Durchschnitt von mehr als vier Prozent. Die stärksten Rückgänge verzeichneten der Finanzwerte-Index BET-FI (minus 5,08 Prozent) und der ROTX-Index mit einem Verlust von 4,09 Prozent. Damit fiel der BET-FI-Index sogar unter die 29.000-Punkte-Marke. Die Marktkapitalisierung lag am Ende des ersten Handelstages bei umgerechnet 28,46 Milliarden Euro. Immerhin waren die Umsätze höher, als in den Wochen zuvor. Im Durchschnitt wurden an der BVB in der vergangenen Woche umgerechnet 8,12 Millionen Euro umgesetzt. Auch die Umsatzentwicklung zeigt: Nach dem tiefen Minus vom Montag erholte sich die Börse gewissermaßen bis Freitag. Am letzten Handelstag gab es dann wieder einen Dämpfer in der Entwicklung. Auch in den Markt für Anleihen kam gewisses Leben in der vergangenen Woche. Der Umsatz lag zwischen knapp 14.000 und mehr als 910.000 Euro.

Im Laufe der Woche entspannte sich die Lage, sodass die Börse auf Wochenrückblick eine moderate Kurskorrektur erlebte. Zwar bewegten sich alle Indizes in dieselbe Richtung, doch ist ein anhaltender Trend kaum auszumachen. Auf Wochensicht verlor die Bukarester Wertpapierbörse etwas mehr als einen Prozent. Erneut lag der Finanzwerte-Index BET-FI mit einem Minus von 1,44 Prozent an erster Stelle. Damit fiel er auf Wochensicht unter die 30.000-Punkte-Marke. Der Energiewerte-Index BET-BG und der Index der umsatzstärksten Aktien (BET) mussten Verluste von jeweils unter einem Prozent hinnehmen. Insgesamt verzeichneten 39 Aktien Kursrückgänge in der vergangenen Woche. Die Marktkapitalisierung stieg jedoch nach dem Einbruch vom Montag vergangener Woche. Allerdings erlebte der Markt am letzten Handelstag der Woche einen erneuten Dämpfer, der aber viel niedriger Ausfall als der Verlust zu Beginn der Woche.

Die größten Verlierer der Woche sind der Aliminiumprofil-Hersteller Alumil Rom Industry SA (ALU, 0,9 Lei, ISIN ROALUMACNOR8), die Brauerei Bermas SA (BRM, 1,2 Lei, ISIN ROBEMAACNOR3) und der Ziegelhersteller Cemacon SA (CEON, 0,0664 Lei, ISIN ROCEONACNOR0) mit einem Wochenminus von jeweils über zehn Prozent. Zu den Gewinnern hingegen zählen die Kunststoffverarbeiter Teraplast SA (TRP, 0,1837 Lei, ISIN ROTRPLACNOR7) und Prodplast SA (PPL, 2,3 Lei, ISIN ROPRLAACNOR7) sowie der Kfz-Teilehersteller UAMT SA (UAM, 0,985 Lei, ISIN ROUAMTACNOR1), mit Gewinnen zwischen 9,5 und 11,2 Prozent. 24 Emittenten verzeichneten in der vergangenen Woche Kurszuwächse.

Rasdaq

Der Sekundärmarkt Rasdaq stand im Zeichen der Sonderdeals und der Kauf- und Übernahmeangebote in der vergangenen Woche. So schaffte es der durchschnittliche Umsatz auf 0,3 Millionen Euro pro Tag. Der Markt startete bereits am ersten Handelstag mit einem Umsatz von 0,36 Millionen Euro, bedingt durch Sonderdeals im Wert von knapp 0,2 Millionen Euro. Ein öffentliches Kaufangebot für den Molkereibetrieb Albalact SA (ALBZ, 0,1595 Lei, ISIN ROALBZACNOR0) ließ den Umsatz am Tag darauf auf fast 0,7 Millionen Euro steigen. Weitere kleinere Angebote und Sonderdeals folgten am Mittwoch und am Donnerstag, doch am Freitag verfiel der Sekundärmarkt Rasdaq der üblichen Lustlosigkeit. Der Umsatz machte nur noch umgerechnet 0,07 Millionen Euro aus. Der Index verlor nur 0,57 Prozent und konnte sich so über der 1350-Punkte-Marke halten.

Devisen

Der rumänische Leu machte im Verhältnis zum Euro eine Seitwärtsbewegung, die Wochen-Kursschwankung betrug nur 0,14 Prozent. Am Montag kostete ein Euro 4,4931 Lei, und somit nur 0,006 Lei weniger als noch vor einer Woche. Das Verhältnis zum US-Dollar entspannte sich etwas mehr. Hier legte der Leu auf Wochensicht immerhin 0,026 Lei zu, als 0,8 Prozent. So kostete ein US-Dollar am Montag 3,2352 Lei und lag damit deutlich unter der psychologischen Marke von 3,3 Lei.

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