Börse mit leichten Korrekturen und höheren Umsätzen

Ein Rückblick auf den Handel an der Bukarester Wertpapierbörse

Mittwoch, 18. Dezember 2013

Die Indizes des BVB starteten mit einem Minus in die vergangene Handelswoche. Die Liquidität lag recht hoch, umgerechnet bei rund 20 Millionen Euro. Die Aktien des Erdgasversorgers Transgaz erlebten eine überdurchschnittliche Korrektur von 1,93 Prozent. Die war das Ergebnis der Ankündigung des Fonds Proprietatea (FP, 0,85 Lei, ISIN ROFPTAACNOR5), seine Beteiligung an Transgaz (TGN, 183 Lei, ISIN ROTGNTACNOR8) verkaufen zu wollen. Anleger honorierten diesen Schritt nicht, sie setzten die FP-Aktie zunächst unter Druck. Diese gaben am ersten Handelstag der vergangenen Woche um 2,15 Prozent zurück.
Obwohl das Aktien-Rückkaufprogramm darauf ausgerichtet war, den Kurs der Aktie zu stützen, hat die Aktion in der vergangenen Woche das Gegenteil bewirkt. In den ersten zwei Tagen sackte der Kurs um fünf Prozent ein. Analysten führen die anhaltende schlechte Laune am Markt auf die Unsicherheiten an den ausländischen Parkettbörsen zurück. Anscheinend zogen es manche Anleger vor, ihre Investition in Rumänien etwas zurückzufahren. Auf Wochensicht schließlich büßten FP-Papiere nur 0,99 Prozent ein. Der Druck verlagerte sich zeitweilig auf die TGN-Papiere, die auf Wochensicht zwar nur um 0,29 Prozent zurückgingen, doch im Laufe der Woche auch stärkere Verluste aufwiesen, die nachher zum Teil wieder aufgefangen wurden.

Die leichte Erholung machte sich auch im gesamten Markt bemerkbar, nach dem missglückten Start in die neue Handelswoche. Auf Wochensicht aber schlossen sämtliche Indizes mit einer etwas ausgeprägteren Kurskorrektur, als in der Vorwoche. Der Markt selber (BET) schloss mit einem Minus von einem Prozent. Der Index der wichtigsten zehn Aktien (BET-C) lag mit einem Verlust von 0,95 Prozent nur knapp darunter. Am stärksten erwischte es diesmal den Finanzwerte-Index BET-FI, der 1,7 Prozent verlor. Hier drückten die Investmentgesellschaften SIF den Index mit ihren Verlusten zwischen 2,8 und 1,4 Prozent. Auch der ROTX-Index wies einen höheren Verlust auf (minus 1,46 Prozent), vor allem wegen der schwachen Performance der Aktien der Ersten (EBS, 106,65 Lei, ISIN AT0000652011). Als Gewinner der Woche könnte auch diesmal der Elektromotoren-Hersteller Electroputere SA Craiova (EPT, 0,014 Lei, ISIN ROELPUACNOR3) gelten, mit einem Plus von 15 Prozent. Doch fehlen hier weiterhin fundamentale Informationen, die eine solche Aufwertung unterstützen könnten.
Insgesamt aber blieb der Markt in der vorletzten Handelswoche in diesem Jahr stabil und ließ auf weitere Zuwächse hoffen. Die Kurskorrekturen sind nicht besorgniserregend und auch die Trennung von der TGN-Beteiligung wirkte sich letztendlich hauptsächlich auf den durchschnittlichen Tagesumsatz aus, der umgerechnet bei 26,33 Millionen Euro lag. Mit einem Ausschlag am Donnerstag, als der Verkauf der TGN-Aktien den Umsatz auf umgerechnet 82 Millionen Euro ansteigen ließ.

Rasdaq

Wie auch in der Woche zuvor startete der Sekundärmarkt Rasdaq mit einem Riesenumsatz in die neue Handelswoche. Diesmal war er mit 3,65 Millionen Lei (0,82 Millionen Euro) sogar fast dreimal höher als der Montagsumsatz in der Vorwoche. Der Umstand ist dem Immobilienverwalter Metav SA Bucuresti (METV, 6,9 Lei, ISIN ROMETVACNOR1) zu verdanken. Am Montag vergangener Woche wurden 485.165 METV-Aktien zu einem Stückpreis von 7 Lei gehandelt. Das waren 1,45 Prozent mehr, als der gegenwärtige Marktpreis und nicht viel mehr als der übliche Preis der Aktien zu Beginn dieses Jahres. METV-Aktien sackten im Mai dieses Jahres auf unter 4 Lei ein. Den Index beeindruckte dies ein wenig, er legte auf Wochensicht 0,18 Prozent zu.

Devisen

Der Leu behauptete sich in der vergangenen Woche gegenüber beiden Hartwährungen. Allerdings blieb die Kursänderung zum Euro marginal, weswegen hier von einer Seitwärtsbewegung die Rede sein kann. Der Euro verlor zum Leu 0,03 Prozent und kostete am Anfang dieser Woche immer noch über 4,45 Lei (4,4552 Lei). Der US-Dollar hingegen verlor etwas mehr an Wert, wohl auch wegen einer kurzweiligen Schwächeperiode auf den internationalen Märkten. Gute Daten aus Übersee schürten paradoxerweise die Angst davor, dass die US-Notenbank den Anleihenkauf wieder etwas einschränken werde. Der US-Dollar verlor auf Wochensicht 0,39 Prozent und kostete am Montag 3,2482 Lei.

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