Börse schließt erneut freundlich, Banken können überzeugen

Ein Rückblick auf den Handel an der Bukarester Wertpapierbörse

Dienstag, 05. August 2014

Zum zweiten Mal in Folge schloss die Bukarester Wertpapierbörse äußerst freundlich. Dabei schnitt der Finanzwerte-Index erneut besser ab als die anderen Indizes. Mit einem Wochengewinn von 911 Punkten konnte der BET-FI-Index seine Position jenseits der 30.000-Punkte-Marke konsolidieren. Dazu verhalfen vor allem die SIF-Investmentgesellschaften und hier SIF Oltenia (SIF5, 1,9 Lei, ISIN ROSIFEACNOR4). Die Entwicklung der SIF5-Aktien ist vor allem der Vereinbarung zwischen Aktionären und Management hinsichtlich der Ausschüttung für 2013 zu verdanken. Insgesamt 92,8 Millionen Lei (21,05 Millionen Euro) sollen als Dividende ausgezahlt werden. Auch andere SIF-Gesellschaften konnten gute Wochengewinne ausweisen und so zum Anstieg des BET-FI beitragen. Ein gutes Ergebnis erzielte auch der ROTX-Index in der vergangenen Woche. Hierzu half vor allem ein Zuwachs um 1,5 Prozent der Aktien des Netzbetreibers Transelectrica (TEL, 21,49 Lei, ISIN ROTSELACNOR9), die Aktien haben eine sehr hohe Gewichtung im ROTX-Index. Da fiel der leichte Kursverlust der Aktien der SocGen-Tochter BRD (BRD, 8,99 Lei, ISIN ROBRDBACNOR2) nicht so sehr ins Gewicht. BRD-Papiere gaben um 0,11 Prozent nach, obwohl die Bank es wieder in die Gewinnzone geschafft hat.

Dabei konnten andere Banken durchaus punkten. So die immer wieder für eine Überraschung gute Banca Transilvania (TLV, 1,802 Lei, ISIN ROTLVAACNOR1), die drei Prozent zulegte in der vergangenen Woche. Auch die krisengebeutelte Erste Group Bank AG (EBS, 85,5 Lei, ISIN AT0000652011) konnte eine gute Woche verbuchen. Die Aktien kletterten ebenfalls um drei Prozent, trotz hoher Verluste vor allem durch die rumänische Tochter BCR. Für eine Überraschung sorgte wieder die Banca Comercială Carpatica (BCC, 0,0715 Lei, ISIN ROBACRACNOR6). BCC-Aktien legten auf Wochensicht 13,3 Prozent zu, nachdem sie auch in der Woche zuvor über 13 Prozent zugelegt hatten. Der Grund für die positive Entwicklung sind Gerüchte über einen bevorstehenden Einstieg eines US-Investmentfonds bei der zehntgrößten rumänischen Bank.
Die gute Entwicklung an der Bukarester Börse widerspiegelte sich auch in der Marktkapitalisierung, die den Gesamtwert aller gehandelten Aktien darstellt. Sie stieg im Lauf der Woche von umgerechnet 28,79 auf 29,09 Milliarden Euro an. Dabei lag der durchschnittliche Tagesumsatz bei bescheidenen 24,27 Millionen Lei (5,5 Millionen Euro). Erst am Freitag stieg der Umsatz auf fast 10 Millionen Euro an. Etwas Leben kam auch in den Anleihenmarkt in der vergangenen Woche. Der Umsatz mit Staatsanleihen lag bei durchschnittlichen 0,05 Millionen Euro, mit einer Spitze ebenfalls am Freitag, als Anleihen im Wert von umgerechnet 0,23 Millionen Euro gehandelt wurden.

Rasdaq

Der Handel am Sekundärmarkt startete ruhig in die vergangene Woche. Erst ab Mittwoch kam Leben in den Markt, als ein Sonderdeal mit Aktien des Metallverarbeiters Dan Steel Group Beclean (PRMT, 30 Lei, ISIN ROPRMTACNOR5) für einen kräftigen Umsatzschub sorgte. Die Aktien wurden zum Doppelten des Marktpreises gehandelt. Am Tag darauf sorgte der Maschinenbauer CAMEXIP (CAXY, 0,6 Lei, ISIN ROCAXYACNOR6) für Furore. 12,6 Prozent der Aktien wechselten für das 133fache des Marktpreises den Besitzer. Am Freitag schließlich fand der Handel wieder zur gewohnten Lässigkeit zurück, der Umsatz von umgerechnet nur knapp 25.000 Euro bewies das. Doch die zwei umsatzstarken Handelstage blieben nicht ohne Folgen für den Hauptindex Rasdaq-C, der auf Wochensicht 0,17 Prozent zulegte und somit immerhin die 1.350-Punkte-Marke verteidigen konnte.

Devisen

Der Devisenmarkt schloss ungewohnt uneinheitlich in der vergangenen Woche. Gegenüber der europäischen Gemeinschaftswährung konnte der rumänische Leu sich behaupten. Der Euro wurde unter die 4,44-Lei-Marke gedrückt. Einen heftigen Kursabschlag gab es gleich am Montag vergangener Woche, als der Leu 1,2 Prozent zulegte. Bis zum vergangenen Montag verlor er noch vom Vorsprung, doch schloss der Leu immerhin mit einem Plus von 0,18 Prozent und ließ den Euro somit bei 4,433 Lei stehen. Nicht so im Verhältnis zum US-Dollar. Hier konnte sich der amerikanische Dollar kräftig behaupten und legte auf Wochensicht 0,8 Prozent zu. Am vergangenen Montag kostete ein US-Dollar 3,3098 Lei.

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