Börse schließt freundlich, Banken- und Energie-Aktien holen auf

Ein Rückblick auf den Handel an der Bukarester Wertpapierbörse

Dienstag, 31. Mai 2016

Die letzte volle Mai-Handelswoche war eine gute Woche für die Bukarester Börse. Der Handel blühte auf, der Umsatz stieg im Vergleich zur Vorwoche um mehr als 25 Prozent auf umgerechnet 36,5 Millionen Euro in der Summe. Das ergibt einen passablen Tagesdurchschnitt von 7,3 Millionen Euro. Ein positives Zeichen gab auch die Marktkapitalisierung, sie stieg von umgerechnet 27,8 Milliarden Euro auf 28,4 Milliarden Euro, ein Wochenplus von 2,01 Prozent. Auch am Anleihensegment war wieder Kauflust zu verspüren, der Umsatz mit Anleihen stieg auf Wochensicht auf 5,2 Millionen Euro, allerdings mit einer Spitze von 5 Millionen Euro am vergangenen Freitag.   

Die Indizes – und einige Aktien

Für die meisten Indizes an der Bukarester Wertpapierbörse gab es in der vergangenen Woche Kurszuwächse. Nach längerer Durststrecke konnte der Energiewerte-Index BET-NG wieder kräftig zulegen, auf Wochensicht gab es ein Plus von 2,23 Prozent. Der ROTX-Index wies das zweithöchste Wochenplus auf: 2,17 Prozent. Dafür war vor allem die Erste Bank (EBS, 109 Lei, ISIN AT0000652011) verantwortlich, deren Aktien auf Wochensicht 4,3 Prozent zulegten. Ein Wochenplus von 5,7 Prozent für die Aktien des Erdgaserzeugers Romgaz (SNG, 23 Lei, ISIN ROSNGNACNOR3) kam sowohl dem ROTX- als auch dem BET-NG-Index zugute. Romgaz-Aktien machten eine Kurskorrektur durch, nachdem sie in der Vorwoche 5,2 Prozent eingebüßt hatten. Das Schwergewicht OMV Petrom (SNP, 0,231 Lei, ISIN ROSNPPACNOR9) profitierte sofort von steigenden Erdölpreisen an den Weltmärkten. Das Wochenplus betrug 1,3 Prozent. Übrigens war Petrolexportimport (PEI, 4,7 Lei, ISIN ROPEIMACNOR6) der größte Nutznießer dieser Entwicklung, die Aktien legten 13,5 Prozent zu und sicherten sich somit die Krone der Wochengewinner.

Manche Indizes schwächelten im Laufe der Woche, wie zum Beispiel BET-XT – der Index der umsatzstärksten Aktien – oder BET-BK – ein Benchmark-Index für Fondsverwalter. Doch auf Wochensicht schlossen sie alle mit Kursplus – außer dem Finanzwerte-Index BET-FI. Dieser wies ein Wochenminus von 1,08 Punkten oder 0,004 Prozent aus. Dass es zu diesem Wochenergebnis kam, dafür sorgten vier der fünf Investmentgesellschaften sowie der Fonds Proprietatea (FP, 0,721 Lei, ISIN ROFPTAACNOR5) mit ihren Kursverlusten – allen voran SIF Muntenia (SIF4, 0,518 Lei, ISIN ROSIFDACNOR6) mit einem Minus von 2,6 Prozent. Dass es nur zu einem unscheinbaren Index-Verlust kam, dafür sorgte SIF Moldova (SIF2, 0,686 Lei, ISIN ROSIFBACNOR0) mit einem Plus von 4,7 Prozent. SIF Moldova machte Kasse in der vergangenen Woche und trennte sich von 2,1 Millionen Banca-Transilvania-Aktien zu einem guten Stückpreis: 2,77 Lei.

Nichts scheint TLV aufzuhalten

Der Star der Woche ist die Banca Transilvania (TLV, 2,825 Lei, ISIN ROTLVAACNOR1). Die Aktien erreichten in der vergangenen Woche ihr Allzeithoch von 2,825 Lei. Der Kurszuwachs erfolgte vor dem Hintergrund stetiger Umsatzspitzen an der rumänischen Börse. TLV-Aktien stehen fast jede Woche an der Spitze der umsatzstärksten Aktien, so auch in der letzten Mai-Woche: 45,67 Millionen Lei wurden mit TLV-Aktien umgesetzt. Zahlreiche Käufer werden deswegen zu dieser Aktie gegriffen haben, weil die Zeit für eine Beteiligung an der Stammkapitalerhöhung mit Gratis-Aktien und an der damit verbundenen Dividendenausschüttung Ende vergangener Woche abgelaufen ist. Die Bank hat vom Gewinn des Vorjahres eine Dividende von 0,3966 Lei je Aktie bewilligt, was einer Rendite von 14 Prozent entspricht. Seit Jahresbeginn haben diese Bankaktien 16,3 Prozent zugelegt.

Devisen

Der Druck auf den rumänischen Leu nahm in der vergangenen Woche merklich ab. Dennoch schafften es beide harten Devisen, sich gegenüber dem Leu zu behaupten. Der Euro legte auf Wochensicht 0,02 Prozent zu, der US-Dollar 0,39 Prozent. Das ist eine Erleichterung für den Leu, der in der Vorwoche noch 0,2 beziehungsweise 1,33 Prozent gegenüber Euro und US-Dollar verloren hatte. Damit aber bleiben die beiden Devisen vorerst über den jeweiligen psychologischen Marken von 4,5 beziehungsweise 4 Lei. Am gestrigen Montag kostete ein Euro 4,5063 Lei, während ein US-Dollar bei 4,0161 Lei bewertet war.

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