Börse schließt uneinheitlich, Finanzwerte geraten stark unter Druck

Ein Rückblick auf den Handel an der Bukarester Wertpapierbörse

Dienstag, 08. Mai 2018

Der letzte Handelstag im April verlief verschlafen bei einem Umsatz von nur knapp 17 Millionen Lei. Nicht nur Bank-Aktien starteten mit Verlusten in die neue Woche. Auch sämtliche Indizes schlossen den Tag mit Kursverlusten. Am Tag darauf passierte erst einmal nichts, der 1. Mai war ein Feiertag. Am Mittwoch machte der Mineralölkonzern OMV Petrom (SNP, 0,3485 Lei, ISIN ROSNPPACNOR9) den Verlust vom Montag mehr als wieder wett. Das Unternehmen meldete gute Quartalsergebnisse – doch mehr darüber, weiter unten. Der Umsatz stieg auf 28,3 Millionen Lei, allein 6,7 Millionen davon gingen auf den Handel mit FP-Aktien (FP, 0,955 Lei, ISIN ROFPTAACNOR5) zurück. Die Indizes legten fast allesamt zu. Damit war aber am Donnerstag wieder Schluss. Sämtliche Indizes verloren wieder an Wert, der Umsatz fiel um 19 Prozent zum Vortag. Vor allem SIF-Investmentgesellschaften drückten auf das Gemüt der Anleger. Am Freitag schließlich raffte sich der Markt zum Vortag noch einmal auf, allerdings fiel der Tagesumsatz um fast die Hälfte im Vergleich zum Vortag.

Auf Wochensicht legten die meisten Indizes zu, wenngleich der Hauptindex BET nur 0,09 Prozent zulegte. Mit seinem Wochenplus von 0,175 Prozent führte der ROTX-Index die Hitliste an. Das Schlusslicht bildete der Finanzwerte-Index BET-FI mit einem Wochenverlust von 2,14 Prozent. Somit fiel der Index auch unter die 39.000-Punkte-Marke. Zu den Verlierern gehörte auch der Energiewerte-Index BET-NG, der auf Wochensicht 0,15 Prozent verlor. Die höchsten Umsätze wurden mit den Aktien der Banca Transilvania (TLV, 2,595 Lei, ISIN ROTLVAACNOR1) erzielt: 22,2 Prozent vom Gesamtumsatz in Höhe von 97 Millionen Lei. Die Aktie verlor 0,2 Prozent auf Wochensicht. Gewinner der Woche war erneut der Armaturenhersteller Armătura (ARM, 0,276 Lei, ISIN ROARMAACNOR7) mit einem Plus von 15 Prozent. Nur 16 Emittenten verzeichneten Kursgewinne, 43 schlossen die Woche mit Verlusten ab.

Petrom veröffentlicht Quartalsbericht

OMV Petrom profitierte vom Anstieg des Rohölpreises im ersten Quartal dieses Jahres um etwa ein Drittel. Das machte die Verluste aus dem Rückgang der Produktion und dem Verkauf von Erdgas wieder wett, sodass das Unternehmen ein Absatzplus von 5 Prozent auf 4,8 Milliarden Lei verzeichnen konnte. Der Gewinn stieg um 38 Prozent gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum auf 854 Millionen Lei. Das sind natürlich gute Vorzeichen für die neue Geschäftsführerin des Konzerns, Christina Verchere. Für das laufende Geschäftsjahr rechne der Konzern mit einem durchschnittlichen Erdölpreis von 68 US-Dollar je Barrel, im vergangenen Jahr fußten die Berechnungen auf 60 US-Dollar. Die Aktie reagierte vorerst kaum auf die guten Meldungen. Sie legte auf Wochensicht lediglich 0,4 Prozent zu, notiert aktuell aber knapp 3 Prozent unter dem Allzeithoch von 0,359 Lei.

Dividenden von Transgaz – Krimi geht weiter

Der Erdgasversorger Transgaz (TGN, 392 Lei, ISIN ROTGNTACNOR8) überraschte die Anleger mit einer neuen Einladung zur Vollversammlung. Das Unternehmen schlägt erneut eine Bruttodividende von 25,22 Lei je Aktie vor. Das käme einer Dividende von 5,68 Prozent gleich und wurde von den Aktionären – allen voran dem Wirtschaftsministerium, mit 58,5 Prozent Mehrheitsaktionär – schon einmal abgelehnt. Der Staat forderte eine Dividende von 45,38 Lei je Aktie, die Auszahlung von mindestens 90 Prozent des Vorjahresgewinns. In der Vorwoche haben die Aktionäre auch diesen Vorschlag abgelehnt. Am 7. Juni sollen sie erneut über die Dividende abstimmen. Die Aktie verlor 2 Prozent auf Wochensicht. Transgaz hat im vergangenen Jahr ein Umsatzminus von 4 Prozent verzeichnet und den Reingewinn um 1 Prozent auf 602,18 Millionen Lei erhöhen können.

Devisen

Auch der rumänische Devisenmarkt zeigte Unentschlossenheit. Während die europäische Einheitswährung mit 0,1 Prozent ein wenig an Wert gegenüber dem rumänischen Leu verlor, konnte der US-Dollar weiter zulegen. Das Wochenplus betrug 0,8 Prozent und ist vor allem einem sprunghaften Anstieg am Mittwoch (0,94 Prozent) zu verdanken. Am gestrigen Montag lag der Euro bei 4,6569 Lei, 0,0049 Lei unter dem Wert von vor einer Woche. Der US-Dollar notierte hingegen kräftig bei 3,8936 Lei, um 0,0339 Lei über dem Vorwochenwert.

 

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