Börse schließt uneinheitlich, Umsätze fallen auf Monatstief

Ein Rückblick auf den Handel an der Bukarester Wertpapierbörse

Dienstag, 28. August 2012

Foto: sxc.hu

Die Bukarester Wertpapierbörse BVB gab ein uneinheitliches Bild ab am Ende der vergangenen Handelswoche. Teilweise klang der Aufwärtstrend der Vorwoche leicht ab, teilweise hatte er schon ins Gegenteil gedreht. Die Marktkapitalisierung entwickelte sich ebenso sprunghaft wie der Markt insgesamt. Gegen Ende der Handelswoche wies auch sie jedoch einen rückgängigen Trend auf. Die Anleger scheinen sich jedoch insgesamt in den Urlaub verabschiedet zu haben. Der durchschnittliche Tagesumsatz fiel in der vergangenen Woche im Vergleich zur Vorwoche um über 21 Prozent auf umgerechnet 4,1 Millionen Euro. Dabei wurde im Laufe der Woche noch recht flott gehandelt, am letzten Handelstag jedoch sackte der Umsatz auf umgerechnet 1,4 Millionen Euro ab – dem niedrigsten Tagesumsatz der vergangenen fünf Wochen. Dafür wurden in der vergangenen Woche erneut Staatsanleihen gehandelt. Allerdings hielt sich der Umsatz mit Anleihen stark in Grenzen: Pro Tag wurden gerade einmal knapp 8000 Euro mit Staatsanleihen umgesetzt.

Indizes und Aktien

Der Hauptindex BET-C stieg nur marginal in der vergangenen Woche, seit Monatsbeginn legte er 2,8 Prozent zu und ist damit nur wenig vom Kursgewinn von 3,1 Prozent entfernt, den er seit Jahresbeginn registriert hat. Während dieser Index noch ein Wochenplus von 0,66 Prozent vorweisen konnte – und damit allerdings doch nicht die 3000-Punkte-Marke erreichen konnte – sah es bei anderen Indizes weniger gut aus.

Der BET-Index schloss im Minus mit einem unscheinbaren Wochenverlust von 0,07 Prozent. Ebenfalls im Minus lag auch der zusammen mit der Wiener Börse berechnete ROTX-Index, der auch die Aktien der Ersten Group Bank AG (EBS, 71,5 Lei) umfasst. Der Index verlor auf Wochensicht 0,4 Prozent vor allem weil die EBS-Papiere um 2,45 Prozent zurückgingen. Immerhin konnte sich der Index noch komfortabel über 9000 Punkte halten.

Den höchsten Wertzuwachs unter den Indizes konnte der Energiewerte-Index BET-NG verzeichnen, der in der vergangenen Woche 0,79 Prozent zulegte und sich so der 600-Punkte-Marke näherte. Und das obwohl die größten Schwergewichte dieses Index – Transelectrica (TEL, 13 Lei) und Transgaz (TGN, 200,5 Lei) in der vergangenen Woche leicht nachgaben. TEL-Aktien verloren 0,38 Prozent, während TGN-Papiere um 0,74 Prozent zurückgingen.

Schließlich legte der Finanzwerte-Index BET-FI auf Wochensicht 0,45 Prozent zu, aber konnte sich nicht über der 23.000-Punkte-Grenze halten, die er am vergangenen Dienstag in Angriff genommen hatte und immerhin drei Tage lang verteidigen konnte. Schuld am Kursrutsch unter der 23.000-Punkte-Grenze war vor allem die schwache Performance der FP-Aktien (FP, 0,522 Lei) – sie verloren 1,87 Prozent. Da konnten auch die SIF-Aktien, die insgesamt ein ähnlich uneinheitliches Bild wie die gesamte Börse abgaben, den Index auch nicht mehr weiter bringen.

Zu den Gewinnern dieser Woche gehören die Maklerfirma SSIF Broker SA (BRK, 0,1122 Lei), die aufgrund guter Quartalsergebnisse 18,22 Prozent zulegten, sowie das Industrieunternehmen Electroputere SA Craiova (EPT, 0,0289 Lei) und der Hafenbetreiber Oil Terminal Constanţa (OIL, 0,18 Lei).

Rasdaq

Der Sekundärmarkt Rasdaq begann die vergangene Handelswoche in gewohnt ruhiger Manier mit sehr niedrigen Umsätzen. Erst am vergangenen Mittwoch schnellte der Umsatz mal wieder in die Höhe, dank Sondertransaktionen mit den Aktien des Transportunternehmens Transbuz SA Slatina (TRSO, 17,5 Lei), bei denen knapp 30 Prozent des Unternehmens gehandelt wurden. Der durchschnittliche Tagesumsatz lag mit jenem der Vorwoche fast gleichauf, dafür aber kletterte der Hauptindex im Vergleich zur Vorwoche um 1,42 Prozent auf 1474,69 Zähler.

Devisen

Auch der Devisenmarkt war besonders ruhig in der vergangenen Woche. Auf Wochensicht veränderte sich der Wechselkurs zum Euro nur um 0,07 Prozent, der Kursgewinn des rumänischen Leu zum US-Dollar hingegen betrug beachtlichere 1,4 Prozent. Am vergangen Montag kostete ein Euro 4,4819 Lei, dem tiefsten Stand seit dem 6. Juli. Ein US-Dollar kostete gestern 3,5739 Lei.


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