Börse setzt Rally fort, Bankaktien entzücken Anleger

Ein Rückblick auf den Handel an der Bukarester Wertpapierbörse

Dienstag, 17. Februar 2015

In der vergangenen Handelswoche setzte die Bukarester Wertpapierbörse ihre Aufwärtsbewegung der Vorwoche mit Nachdruck fort. Der Gesamtumsatz stieg um mehr als fünf Prozent auf umgerechnet 29,01 Millionen Euro. Zwar verhieß der Handelsbeginn mit einem Tagesumsatz von umgerechnet nur zwei Millionen Euro keine gute Woche, doch steigerte sich der Umsatz bis Donnerstag auf umgerechnet 9,1 Millionen Euro. Der Optimismus am Parkett ließ sich am besten an der Entwicklung des Marktkapitalisierung ablesen. Sie stieg von anfänglich umgerechnet 29,4 auf 30,4 Milliarden Euro.
Den Anlegern besonders angetan haben es in der vergangenen Woche vor allem Finanzwerte. Banken- und Fondsaktien waren die umsatzstärksten Papiere.

Mit den Aktien des Fonds Proprietatea (FP, 0,873 Lei, ISIN ROFPTAACNOR5) wurden in der vergangenen Woche 5,7 Millionen Euro umgesetzt. Der Kurs stieg um 3,7 Prozent. Bei den Bankaktien konnten vor allem die der SocGén-Tochter BRD (BRD, 9,78 Lei, ISIN ROBRDBACNOR2) überzeugen. Die Bank schaffte im vergangenen Geschäftsjahr einen Gewinn in Höhe von umgerechnet 9,7 Millionen Euro, nach zwei verlustreichen Jahren. Allerdings ist das Kreditportfolio um fünf Prozent auf umgerechnet insgesamt 5,9 Milliarden Euro geschrumpft. Das verhalf den Aktien zu einem Wochenplus von 2,4 Prozent. Nach der Übernahme der Volksbank Rumänien durch Banca Transilvania (TLV, 2,161 Lei, ISIN ROTLVAACNOR1) ist BRD immer noch die zweitgrößte Bank in Rumänien – nach der Erste-Bank-Tochter BCR.

Damit wären wir bei den zwei anderen Stars der Woche. Die Banca Transilvania war – anders als BRD – kein Umsatzstar. Mit BRD-Papieren wurden 2,6 Millionen Euro umgesetzt. Dafür meldete Banca Transilvania einen Umsatzsprung von 19 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Dafür gab es nochmal 1,9 Prozent mehr für die TLV-Aktien. Sie erreichten am vergangenen Donnerstag ihr 52-Wochen-Hoch bei 2,2 Lei je Aktie. Mit den Aktien der Erste Group Bank AG (EBS, 102,6 Lei, ISIN AT0000652011) wurden in der vergangenen Woche Millionen Euro umgesetzt. Der Kursgewinn von 14,2 Prozent in Lei hievte den gesamten ROTX-Index um 569 Punkte oder 4,3 Prozent.

Damit war der Index der Gewinner der Woche unter den Indizes. Anders als in der Woche zuvor konnte auch der Energiewerte-Index BET-NG zulegen. Der Wochengewinn betrug 1,6 Prozent. Das war vor allem dem Kurszuwachs von Transelectrica (TEL, 31,69 Lei, ISIN ROTSELACNOR9) zu verdanken, aber auch der außergewöhnlichen Performance des Pipelinebetreibers Conpet (COTE, 63,9 Lei, ISIN ROCOTEACNOR7). Nicht nur, dass der Gewinn des Unternehmens 2014 in Höhe von 11,4 Millionen Euro der größte in den vergangenen fünf Jahren ist. Das Unternehmen steht unmittelbar davor, ins Ausland zu expandieren. Daher wird die mittelfristige Entwicklung von Conpet noch interessant werden.

Rasdaq

Der Rasdaq-Markt legte umsatzmäßig einen Gang zurück in der vergangenen Woche. Der durchschnittliche Tagesumsatz lag um fast 22 Prozent unter dem Stand der Vorwoche. So wurden in der vergangenen Handelswoche im Durchschnitt nur umgerechnet 50.770 Euro pro Tag mit Aktien umgesetzt. Kein Sonderdeal konnte den Umsatz stützen, insgesamt wurden 0,25 Millionen Euro umgesetzt. Dennoch folgte der Hauptindex Rasdaq-C dem allgemeinen Trend der Hauptbörse. Für den Rasdaq-C gab es daher in der vergangenen Woche ein Plus von 20,94 Punkten oder 1,5 Prozent, was den Index jenseits der 1400-Punkte-Marke schließen ließ.

Devisen

Der Leu musste auch in der vergangenen Woche wieder Federn lassen. Allerdings sind die Kursverluste gegenüber Euro und US-Dollar im überschaubaren Bereich. Die europäische Gemeinschaftswährung erstarkte gegenüber dem Leu um 0,6 Prozent und näherte sich so wieder deutlich der 4,45-Lei-Grenze. Am  Montag kostete ein Euro daher 4,4408 Lei, um 0,02 Lei mehr als in der Woche zuvor. Ein US-Dollar kostete am selben Tag mit 3,8927 Lei 0,03 Lei mehr als vor einer Woche. Der Kursverlust des Leu zum US-Dollar beträgt somit 0,89 Prozent.

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